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VdM sieht E-Mobilitäts-Förderung differenziert!

Politik ist umfassend gefordert

Stuttgart, 25.05.2016: Der Verband der Motorjournalisten (VdM) sieht die Förderung der E-Mobilität sehr differenziert. Zwar können Anreizsysteme, wie sie jetzt durch die Bundesregierung und die Automobilindustrie angeboten werden, zu einer steigenden Nachfrage beitragen. Dennoch dürfen auch andere Förderungsmöglichkeiten nicht außer Acht gelassen werden.

Der VdM weist deshalb darauf hin, dass die Bunderegierung auch Investitionen in die Infrastruktur nicht vernachlässigen darf. So ist es dringend notwendig, das Netz der Ladestationen konsequent auszubauen. Die Bundesregierung hat diesbezügliche Aktivitäten auch schon signalisiert – rund 300 Millionen Euro sollen für den Aufbau von 15.000 Stationen von 2017 bis 2020 zur Verfügung stehen –, der VdM hegt allerdings Zweifel, dass es tatsächlich zu einer raschen Umsetzung der angekündigten Maßnahmen kommt. Erfahrungsgemäß sind die Genehmigungsprozesse in Städten und Kommunen häufig noch zu langwierig. Ein anderes Indiz für deren Trägheit sind die häufig nicht wahrgenommenen Möglichkeiten, wie Parkerleichterungen oder die Nutzung von Busspuren für E-Autos.

Neben der Installation von öffentlichen Ladestationen an gut zugänglichen Parkplätzen oder Straßenrändern müssen auch Tankstellen oder Supermärkte beispielsweise mit Investitionsanreizen bedacht werden. Raschere Baugenehmigungen oder steuerliche Vergünstigungen könnten hier unmittelbar greifen. Der VdM begrüßt auch ausdrücklich die Zusage des Finanzministers, E-Autos für zehn Jahre von der Steuer zu befreien und die Abgabe von Ladestrom durch Arbeitgeber an den Arbeitsnehmer nicht als geldwerten Vorteil versteuern zu müssen. Solch attraktive Maßnahmen könnten zusätzlich den Kaufanreiz verstärken.

Der VdM ist sich sicher, dass nur eine konzertierte Aktion, bestehend aus Kaufprämie, Steueranreizen, genügend Ladestationen sowie verkehrsrechtlichen Vergünstigungen zu mehr Elektroautos auf unseren Straßen führen kann.

Der VdM, 1952 gegründet, ist die größte deutschsprachige Vereinigung von Motor- und Mobilitätsjournalisten aller Medien sowie Vertreter einschlägiger Pressestellen. Er ist eingetragen beim AG Berlin-Charlottenburg.

Kontakt:
Werner Bicker
Vorsitzender
Verband der Motorjournalisten (VdM) e.V.
Geschäftsstelle
Neidlinger Str. 51, 73760 Ostfildern
Fon: 0711 45 99 82 94
Fax: 0711 50 44 35 94
Mail: vdm@vdm-gs.de

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