Zu den Inhalten springen

Assistenten für alle

Verband der Motorjournalisten: Fahrer-Assistenzsysteme in alle Autos
Medien und Handel müssen gleichermaßen über Techniken informieren


Stuttgart, 22.11.2017: Wer morgen an autonomes Fahren denkt, muss sich heute schon intensiv mit den gängigen Fahrer-Assistenzsystemen auseinandersetzen. Wie eine kürzlich veröffentliche Umfrage von Forsa zeigte, trauen nur 27 Prozent der Autofahrer selbstfahrenden Autos. Für den Verband der Motorjournalisten (VdM) liegt das in erster Linie an der noch mangelhaften Aufklärung.
 
Fahrer-Assistenzsysteme können helfen, Unfälle zu vermeiden. Ob Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Totwinkelassistent, Abstandstempomat oder auch der Abbiegeassistent speziell für Lkw - alle heute verfügbaren Systeme helfen dem Autofahrer, in kritischen Situationen aufmerksamer zu sein und besser reagieren zu können. Viele Autofahrer, so vermutet der VdM, sind aber mit den Techniken zu wenig vertraut. Oftmals sind die Systeme zu kompliziert, um sie einfach und schnell bedienen zu können. Wer sich erst lange durch Menüs kämpfen muss, verliert schnell die Lust, die zahlreichen Helfer einzusetzen. Deshalb ist die Automobilindustrie aufgefordert, Systeme verständlich zu gestalten und so einfach wie möglich bedienbar zu machen. Aber auch die Medien können in Sachen Verkehrssicherheit und Assistenzsysteme noch besser informieren, ebenso muss der Automobilhandel seine Kunden intensiver und ausführlicher beraten.
 
Autofahrer, die sich jetzt intensiv mit den Assistenten vertraut machen, haben auch in autonom fahrende Autos mehr Vertrauen, ist der VdM überzeugt.  Und Systeme, die heute schon das hochautomatisierte Fahren ermöglichen, bei dem beispielsweise der Fahrer nicht mehr permanent die Hände am Lenkrad haben muss und das Auto in bestimmten Situationen selbständig lenkt und bremst, müssen schnellstens auch in alle Fahrzeugklassen Einzug halten. Der VdM fordert hier eine Demokratisierung der Assistenzsysteme. Jüngst vorgestellte Oberklasse-Autos, die mit solchen Systemen ausgestattet werden können, zeigen heute schon, wo der Weg hingeht.
 
Dass zahlreiche ethische und rechtliche Fragen beim autonomen Fahren noch geklärt werden müssen, machen jüngste Diskussionen deutlich. Laut Forsa-Umfrage meinten 82 Prozent der Befragten, dass hier noch Klärungsbedarf bestünde. Das bestätigte auch das traditionelle Treffen der Träger des Goldenen VdM Dieselrings in Berlin: die Fachleute waren sich einig, dass unter anderem Aufklärung oberste Priorität hätte. Der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und Dieselringträger Dr. Walter Eichendorf forderte in diesem Zusammenhang, eine gesellschaftliche Debatte in Gang zu setzen, die die Möglichkeiten, aber auch die Risiken des automatisierten und autonomen Fahrens erläutert und diskutiert.
 
Diese Forderung kann der VdM nur unterstützen. Alle Motorjournalisten sind deshalb aufgerufen, an dieser Debatte teilzunehmen und ihre Leser, User, Zuschauer und Zuhörer aktiv mit einzubinden in diese Diskussion.
 
Kontakt:
Verband der Motorjournalisten e.V. (VdM)
Sitz Berlin, eingetragen beim AG Berlin-Charlottenburg,
Vorsitzender: Werner Bicker. Gf Vorsitzender: Franz-Peter Strohbücker
Neue Geschäftsstelle: Am Sonnenweg 54, 70619 Stuttgart-Heumaden
Telefon: +49 711 45 16 577, Telefax: +49 711 45 16 576
E-Mail: fps@vdm-gs.de

 

 

  • Die Motorjournalist Edition 2017 beschäftigte sich umfassend mit dem autiomatisierten Fahren, für das Assistenzsysteme den Weg bereiten. Zu beziehen über die VdM-Geschäftsstelle.
© 2012 Verband der Motorjournalisten - VdM Haftungsausschluss