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Regionalkreis West bei der BASt

Der Regionalkreis West mit Klaus Ridder besuchte im Juni 2017 die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Bergisch-Gladbach. Das war ein hoch interessanter Einblick in eine Forschungseinrichtung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Sachen Verkehrssicherheit forscht und das BMVI berät. Begrüßt wurden die VdM-Gäste von Iris Schneidermann und Petra Fischer. Petra Fischer erläuterte einführend und mit einem Imagefilm die wesentlichen Aufgaben der BASt.

Aufgaben der BASt
Dem BMVI gibt die BASt in fachlichen und verkehrspolitischen Fragen wissenschaftlich gestützte Entscheidungshilfen. Die Aufgaben reichen von Planung, Koordinierung und Durchführung mehrjähriger Forschungsprojekte bis zur kurzfristigen Beantwortung von Fragen zur Unterstützung der aktuellen Arbeit des BMVI. Sie arbeitet führend im Netzwerk der nationalen und europäischen Spitzenforschungsinstitute auf dem Gebiet des Straßenwesens und wirkt maßgeblich bei der Ausarbeitung von Vorschriften und Normen mit.

Zu den Aufgaben der BASt gehören darüber hinaus Beratungs- und Gutachtertätigkeiten, außerdem prüft und zertifiziert sie und ist zudem Begutachtungsstelle für das Fahrerlaubniswesen.

Anschließend ging es auf einen rund 2,5-stündigen hochingteressanten Rundgang, u.a. durch das Dummy-Museum, die Fahrzeugtechnische Versuchsanlage (FTVA), die Rundlaufprüfanlage und das Dummy Kalibrierlabor.

Beeindruckt waren die VdM-Mitglieder und Gäste von den vielen Dummies im Dummy-Museum. Hier werden Dummies gezeigt, wie man sie vor 45 Jahren verwendete. Ein heutiger Dummy war im Labor für die Kalibrierung von Dummies zu sehen (dufrfte aber nicht fotografiert werden) – Das ist „High Tech“ und so ein Stück kostet mehrere hunderttausend  Euro.

Erstaunlich auch, wieviel Forschungsarbeit allein in der Entwicklung von Straßenmarkierungen steckt. Das ist nicht nur „weiße Farbe“, die auf die Fahrbahnen aufgetragen wird, sondern es sind chemische Produkte mit vielfältigen Aufgaben; dazu gehört beispielsweise gute Erkennbarkeit bei Regen und Dunkelheit, Abrieb- und Rutschfestigkeit, Rüttelfunktion zum Wachwerden beim Überfahren, Umweltverträglichkeit, Arbeitsschutz für die Markierungsarbeiter usw. Die Abriebfestigkeit wird durch eine karussellartige „Maschine“ festgestellt, deren Reifen in tagelangen Tests über die Probestücke laufen.

Vieles, was die VdM-Mitglieder zu sehen bekamen, ist vertraulich und durfte nicht fotografiert werden. Da war beispielsweise ein hochkarätiger Sportwagen zu sehen, der mit vielen Instrumenten für Feldversuche ausgerüstet war. Allein schon der Sound des Motors faszinierte – aber, wie schon gesagt, „top secret“.

Klaus Ridder

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