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Besuch des Regionalkreises Westdeutschland im Studio Duisburg von VdM-Mitglied Tim Upietz

Schon von Weitem kann man das Logo des Studios Duisburg an der neuen Halle sehen. VdM-Mitglied Tim Upietz hatte die Kollegen und Regionalkreisleiter Klaus Ridder vergangenes Wochenende in das neue Fotostudio und seinen Verlag (Gruppe C) nach Duisburg-Wanheimerort eingeladen. Vor gut einem Jahr ist er nach einem halben Jahr Bauzeit in seine neuen Räumlichkeiten gezogen. Endlich, wie er selbst zugibt, denn von der ersten Konzeption bis hin zum Bau sind immerhin vier Jahre vergangen. Doch das Warten hat sich gelohnt. Davon konnten sich die VdM-Mitglieder bei ihrem Rundgang vor Ort selbst überzeugen.

Das moderne Film-und- Foto-Studio verfügt über insgesamt 250 Quadratmeter und ist acht Meter hoch. Eine große weiße Eckhohlkehle von neun mal zehn Metern sorgt für die räumliche Weite. Besonders beeindruckend ist das riesige, elektrisch absenkbare weiße Deckensegel, was unliebsame Spiegelungen verhindert, die gerade bei den auf Hochglanz polierten Karossen nicht erwünscht sind. In der Regel werden hier Rennwagen fotografiert, die bequem durch das große Rolltor ins Studio gefahren werden können. „Von der Empore des Studios können die Kunden beim Shooting zuschauen und gleich auf dem Monitor verfolgen, wie die Fotos digital aussehen“, erklärt uns Tim Upietz. Unter der Empore befindet sich der Visagistenraum, der originell mit Bild-Titelseiten aus allen Jahrgängen tapeziert wurde und über ein Friseur-Waschbecken und eine Dampfbügelstation verfügt.

Das Fotostudio wird nicht nur für Automotive- oder People-Shootings genutzt, sondern auch komplett an externe Kunden vermietet, wovon zusehends Gebrauch gemacht wird – es wurden schon Musikvideos gedreht sowie Modeschauen und
-shootings veranstaltet. Außerdem buchen Bands das Studio auch als Proberaum. Sogar der Landessportbund nutzt die Räumlichkeiten für seine Sportlergala und die Spielerinnen von Bayer 04 Leverkusen wurden hier im Studio auch schon abgelichtet.
Wie so ein Shooting abläuft, konnten die VdM-Mitglieder dann vor Ort auch gleich live miterleben. Der bekannte Rennfahrer Lance David Arnold (mehrfacher VLN-Sieger) wurde mit und ohne Overall porträtiert, zeigte keinerlei Berührungsängste und ließ sich dann auch gleich noch mit jedem einzelnen VdMler ablichten.

Durchdachtes Konzept – alles aus einer Hand
Tim Upietz arbeitet aber auch mit Partnern aus anderen Bereichen zusammen. Fünf Agenturen aus dem Medienbereich sind unter dem Dach seines Studios vereint – vom Online-Marketing über die Video-und Film-Produktion und die Werbemittelbestellung oder T-Shirt-Beflockung bis hin zum IT-Netzwerkspezialisten ist alles buchbar. Wer noch das passende Gesicht zu seiner Kampagne oder seinem Werbespot sucht, wirft einfach einen Blick in die Modelkartei. 

Besonders beliebt bei allen Agenturpartnern ist die Gemeinschaftsküche im Studio. Diese ist mit viel Holz komplett im alpinen Stil eingerichtet und die VdMler finden sich auf einmal auf einer Alm wieder. Der Elch röhrt aus der Wand über der Videospielkonsole, wo sich die Kreativen mittags spannende Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

Praktisch auch, dass sich neben ausreichend Parkplätzen auch Duisburgs erster Coffee Drive-in direkt vor der Tür des Studios befindet. Mit dem „La Cup Drive Around“, das von Upietz Mutter und seinem älteren Bruder Sven bewirtschaftet wird, kann so direkt das Catering für die Shootings angeboten werden. Frische Smoothies, herzhafte Snacks und gesunde Salate stehen dabei hoch im Kurs. Die VdMler konnten sich von der Qualität der Kaffee-, Kuchen- und Gebäckspezialitäten vor Ort selbst überzeugen.
 
Ein Familienunternehmen mit Tradition – Gruppe C-Verlag
Tim Upietz ist ausgebildeter Kommunikationswirt und hat in Köln studiert. Er hat die klassische Agenturlaufbahn absolviert, ehe er dann nach und nach in den Verlag eingestiegen ist. Er und seine beiden Brüder, die beide aktiv im Unternehmen mitarbeiten und als Gesellschafter auch daran beteiligt sind, stecken hinter der „Gruppe C GmbH“. Dabei hat die Firma drei Standbeine: die Agentur, die Photography und den Motorsportverlag. Insgesamt sieben Mitarbeiter arbeiten im Untenehmen. Tim hat die Funktion des Geschäftsführers inne und ist Motorsportfotograf. Die Gesamtinvestition in die neuen Räumlichkeiten und das Equipment des Fotostudios am neuen Standort in Duisburg beläuft sich auf zwei Millionen Euro.

Den Verlag hatte Tims Vater, ein begeisterter Motorsportfotograf und übrigens auch VdM-Mitglied, schon vor 26 Jahren gegründet. Sein Sohn hat ihn dann 2006 übernommen und nach und nach sowohl das Marketing und den Vertrieb als auch das Corporate Design auf- und ausgebaut.

Der Motorsportverlag veröffentlicht hochwertige Fotobücher und hat über die Jahre hinweg rund 50 Bücher auf den Markt gebracht – vom offiziellen Band über das 24- Stunden-Rennen auf der Nordschleife am Nürburgring oder die VLN-Langstreckenmeisterschaft, bis hin zur limitierten Ausgabe über den Erfolgssportwagen der ALMS, den Porsche RS Spyder. Auch über die jeweilige DTM-Saison gibt es ein Jahrbuch und natürlich gibt es auch Biographien über Fahrer wie Timo Bernhard und Walter Röhrl. Dabei lässt Tim nur in Deutschland drucken, schon wegen der Qualität. Beim Andruck ist er dabei, um die Qualität einschließlich der Farben persönlich zu kontrollieren, wie er den VDM-Kollegen beim Rundgang durch das Lager erklärt. Natürlich muss ein Verlag im digitalen Zeitalter auch einen Onlineshop haben. Motorsportfans finden hier alles, was das Herz begehrt – auch limitierte Auflagen, die durchaus ihren Preis haben und auch schon einmal 250 Euro und mehr kosten können.

Motorsport im Blut – mehr am Ring und unterwegs als zuhause
Tim ist im Motorsport groß geworden und hat seinen Vater schon früh zu den Rennstrecken begleitet. Kein Wunder also, dass der ebenso motorsportbegeisterte Regionalkreisleiter Klaus Ridder ihn oft an den Rennstrecken trifft, vor allem am Nürburgring – und hier insbesondere an der Nordschleife, der Rennstrecke, wo Tim mit seinen Leuten am meisten präsent ist. An der Rennstrecke entstehen Reportagefotos, die die Autos, aber auch andere Motive vom Publikum und von dem Fahrerlager sowie den Boxen zeigen. „Ich habe da meine Spezialisten, einer meiner Leute fängt nur das Leben der Menschen an der Rennstrecke ein, er ist spezialisiert auf Personen- und Porträtfotografie“, so Tim. Darauf angesprochen, was er an seinem Beruf liebt, antwortet er spontan, dass es die Abwechslung sei, die er dabei hat. Ob es darum geht, Kunden zu beraten, ein Shooting zu organisieren oder selbst hinter der Kamera zu stehen. Langweilig wird es dabei nie, das ist sicher.

Neben spannenden Eindrücken davon, wie es hinter den Kulissen des Rennsports zugeht, bekamen die Mitglieder auch Informationen über die Aktivitäten des jungen VdM-Kollegen, der immerhin erst 31 Jahre alt ist. Viele Wochenenden im Jahr ist der Firmeninhaber mit seinem Team auf den Rennstrecken der Welt unterwegs – so war Tim in diesem Jahr schon in Dubai und Daytona. Die Saison in Europa geht erst Ende März los und dann ist man bis zum Herbst ständig unterwegs. Höhepunkt ist das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, wo er mit 25 Personen rings um die legendäre Rennstrecke unterwegs ist. Allein zwölf davon sind nur im Backoffice damit beschäftigt, über 140.000 Bilder zu sichten, von denen 1.000 gleich live herausgeschickt werden. Denn der Motorsport ist schnell und lebt von der Aktualität und auch die digitale Welt erfordert heutzutage eine unglaubliche Geschwindigkeit.
Die VdM-Mitglieder waren sich alle einig: Die Fahrt nach Duisburg zu ihrem Kollegen hat sich gelohnt. Schon beeindruckend, was Tim dort auf die Beine gestellt hat. Es war ein interessanter Termin mit einer wahrlich tollen Bewirtung aus dem hauseigenen Café. Mit einem Bildband über Timo Bernhard und einn über Porsche verabschiedete sich der Firmeninhaber von seinen VdM-Kollegen.

Astrid Schafmeister

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