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10 Jahre Unimog-Museum in Gaggenau

Der Besuch des Unimog-Museum in Gaggenau stand schon lange auf der Wunschliste des VdM-Südwest. Mit Hilfe von Jürgen Barth, der für die zivile Unimog-Pressearbeit in Untertürkheim steht, knüpften wir Kontakt zu Museumsleiterin Hildegard Knoop. Am Mittwoch, 8. Juni 2016 lud sie uns nachmittags zur Besichtigung des Unimog-Museums ein.

Das Museum zeigt die Entwicklung des Kultfahrzeugs, das 1945 von dem arbeitslosen Flugmotoreningenieur Albert Friedrich entwickelt wurde. Die Produktion der ersten Prototypen fand 1946 in der Blechfabrik Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd statt. Nach einer Verlagerung der Produktion in die Metallwarenfabrik Böhringer in Göppingen wurde die Konstruktion 1951 für 600.000 Mark von Mercedes gekauft und über 50 Jahre bis 2002 in Gaggenau gebaut. Heute produziert Mercedes das Universal-Motor-Gerät im Lkw-Werk Wörth bei Germersheim. Schneepflug, Schneefräse, Mähmaschine, Pflug, Rückfahrzeug im Wald, Zugmaschine für Güterwaggons …  um nur ein paar Anwendungen zu nennen – universell der Einsatz.

Auf dem meistgepflügten Acker der Republik steht das Unimog-Museum. Da sich dort die Kundendienstschule von Unimog befand, wurden in jedem Lehrgang die Fähigkeiten des Unimogs vorgeführt. Unimog-Enthusiasten gründeten einen Verein und eröffneten 2006 das Unimog-Museum mit eigenem Testgelände, wo sich die Besucher auch durch das Gelände kutschieren lassen können. Auch das Unimog-Museum gehört dem unabhängigen privaten Verein, der sich finanziell selber tragen muss. so kann das Museum auch für Hochzeiten gemietet werden.

Das mit Holz verkleidete, preisgekrönte Museumsgebäude wurde von einem Architekten entworfen, der selber Unimog-Fan ist. Gleich nach dem Erhalt des Honorars stiftete er es dem Museumsverein. Die Museumsleiterin Hildegard Knoop war vor ihrer Führungsaufgabe Wissenschaftsjournalistin in der SWR-Redaktion „Planet Wissen“. Sieben Hauptamtliche und 130 Freiwillige treiben das Museum um. Soviel Enthusiasmus ging auch an den Motorjournalisten nicht vorbei, die gleich drei Bausteine für die anstehende Museumserweiterung stifteten. Der 1300 Quadratmeter große Ausstellungsbereich befindet sich im Gebäude, das außerdem ein Restaurant umfasst. Im Nebengebäude, in dem sich früher die Unimog-Kundendienstschule befand, sind die Museumswerkstatt, das Unimog-Archiv und das Büro der Leitung untergebracht.

Jährlich kommen ca. 40.000 Besucher. Immer wieder gibt es Sonderausstellungen, wie die Sonderausstellung „Weltenbummler“. Sie zeigt, wie Unimog-Enthusiasten mit dem Fahrzeug Weltreisen unternehmen. Im Jahr 2016 hat feiert der Unimog das 70-jährige und das Museum das 10-jährige Jubiläum, deshalb finden viele Sonderveranstaltungen statt. Das Museum ist darüber hinaus Tourist-Information für das Murgtal.

Das Unimog-Museum ist dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Tageskarte (4,90 Euro pro Person, ermäßigt 3,90 Euro) Gruppenführung 40 EURO. In einem 4000 qm großen Parcours kann der Museumsbesucher sich für 6,50 € durch das Gelände chauffieren lassen. Für 189 € gibt es ein zweistündiges Fahrtraining.

Weitere Informationen unter: www.unimog-museum.de

Gottfried Weitbrecht

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