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VdM-Arbeitskreis West am Schiffshebewerk Henrichenburg

Die Menge jubelte, als Kaiser Wilhelm II. am 11. August 1899 das Schiffshebewerk Henrichenburg im nördlichen Ruhrgebiet einweihte. 117 Jahren später waren die Besucher des VdM-Arbeitskreises West mit Regionalkreisleiter Klaus Ridder begeistert von diesem größten Bauwerk am Dortmund-Ems-Kanal. Der gigantische Aufzug liegt seit über 40 Jahren still. In einem  Museum im ehemaligen Maschinenhaus wird die Geschichte des Hebewerks und der Menschen am Kanal wieder lebendig.

Eine enge Wendeltreppe führt hinauf auf die Brücke zwischen den beiden Oberhaupttürmen. Von hier aus genossen die VdM‘ler einen fantastischen Blick auf die Stahlkonstruktion und die weite Kanal- und grüne Ruhrgebietslandschaft bei Waltrop (nördlich der A2 bei Castrop-Rauxel). In der historischen Maschinenhalle erfuhren wir von einer netten, sehr fachkundigen Dame, wie die Wasserstraße und das Hebewerk gebaut wurden. Am Modell lernten die Besucher  die Technik kennen, mit der Binnenschiffe die Kanalstufe von 14 Metern überwanden.

Der Rundgang führte auch in den Trog, in den einst die Binnenschiffe einfuhren und dann nach ober gehoben oder nach unten bewegt wurden. Unterhalb des Trogs konnten die riesigen Zylinder besichtigt werden, in denen sich die Kolben befinden, die den Trog anheben oder nach unten bewegten.

Einzigartig ist eine Sammlung schwimmender Arbeitsgeräte und historischer Schiffe, die im Vorhafen des Hebewerks liegen. An Bord des Lastkahns „Franz-Christian“ erfuhren die Besucher, wie eine typische Binnenschifferfamilie vor 50 Jahren gearbeitet und gelebt hat. Zu besonderen Anlässen  gehen historischen Schiffe, unter denen sich  auch ein Dampfschiff befindet, auf Fahrt. Beobachtet werden konnte von der hohen Brücke, wie  das Fahrgastschiff „Henrichenburg“ vom Museumskai  ablegte.

Da ich selbst  jahrzehntelang im Bereich Binnenschifffahrt im Bundesverkehrsministerium gearbeitet hatte, konnte ich bei der etwa zweistündigen Führung weitere Informationen über die Binnenschifffahrt beisteuern.

Klaus Ridder

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