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VdM-Regionalkreis Nord: Besuch in der Verkehrszentrale Travemünde

Motorjournalisten interessieren sich nicht nur für Autos, sondern für Mobilität im Allgemeinen, ob mit Auto, Flugzeug oder Schiff. So besuchten die norddeutschen Journalisten im VdM die Verkehrszentrale in Travemünde. Unterstützt wurden wir vom Dieselringträger Peter Brägas.

Die Verkehrszentrale, neu gebaut und ausgestattet mit den modernsten Geräten, überwacht den Schiffsverkehr in der südlichen Ostsee von der dänischen Grenze im Norden bis nach Kühlungsborn im Osten. Dies schließt die entsprechenden Häfen und den Eingang zum Ostseekanal mit ein. Nach drei Jahren Bauzeit und Investitionen von 4.3 Millionen Euro wurde die Zentrale 2013 in Betrieb genommen. Sie ist so ausgerüstet, dass die Schifffahrt auch beim Bau des neuen Fehmarnbelt Tunnels unterstützt werden kann.

Der Überwachungsbereich ist in drei Teile aufgegliedert: Kieler Bucht mit Ostseekanal, Lübecker Bucht mit Travemünde und den Häfen sowie Wismarer Bucht mit Häfen und den Bereich bis Kühlungsborn und an Fischland-Darß vorbei.

Die Bewegungen aller gewerblichen Schiffe auf dem Wasser werden auf einer ganzen Reihe von Monitoren angezeigt. Denn nur gewerbliche Schifffahrt ist mit Transpondern ausgerüstet, wie sie auch im Flugverkehr üblich sind. Sportboote haben diese elektronische Kennzeichnung in der Regel nicht. Es sei denn, dass die Schiffseigner wie z.B. unser Mitglied M. Zimmermann ihr Boot mit einem solchen ausgestattet haben.

Zwischen den kompetenten Erläuterungen unseres Führers waren immer wieder die Funksprüche der Mitarbeiter der Verkehrszentrale mit den Schiffen zu hören. Die Schiffe müssen sich an festgelegten Punkten an- bzw. abmelden und warten auf Hinweise zu Sperrgebieten oder die Wettervorhersage. Zwischendurch wurden unsere Fragen unterbrochen, weil auch unser Führer seiner Aufgabe nachkommen musste. Denn seine beiden Kollegen hatten selbst viel zu tun und konnten nicht immer seine Arbeit mit übernehmen. Doch schließlich waren nach eineinhalb Stunden die meisten unserer Fragen beantwortet.  Dennoch verließen wir die Verkehrszentrale nur ungern, weil die Bildschirme und ihre Informationen faszinieren und die Arbeit dort fesselt. Bei einem kleinen Imbiss in der Nähe diskutierten wir noch eine Weile die tollen Eindrücke.

Joachim General

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