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VdM-Regionalkreis West beim drittgrößten Druckfarbenhersteller

Auf Einladung des neue Regionalkreisleiters West Klaus Ridder trafen sich VdM- und MPC-Kollegen in einer Firma mit weltweit fast 5000 Mitarbeitern, die nur Insidern bekannt sein dürfte. Die Siegwerke stellen Druckfarben her. Aber was haben Druckfarben mit Motorjournalismus zu tun? Sehr viel, wie Klaus Ridder den etwa 20 Teilnehmern erläutern konnte.

Besucht man die Siegwerke am Fuße des Michaelsberges inmitten der Kreisstadt Siegburg – so ist man zunächst überrascht, dass das Werk praktisch inmitten der Stadt liegt. Das liegt daran, dass in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Kölner Kartunfabrik vor den Toren Siegburgs einen neuen Platz an einem Mühlengraben fand und die heutige Kreisstadt sich rund um das Firmengelände ausbreitete.

Bei Klaus Ridder, der 2013 die Johny-Rozendaal-Uhr erhielt und der sich sein Leben lang mit Gefahrguttransporten beschäftigte, sind wir beim Thema. Es ging bei der Besichtigung um die Abwicklung von Gefahrguttranssporten. Täglich verlassen etwa 40 Gefahrguttranssorter das Firmengelände, so der Gefahrgutbeauftragte der Siegwerke, Manfred Emons. Dabei muss jederzeit die Sicherheit beim Transsport der gefährlichen Güter gewährleistet sein.

Druckfarben sind Gefahrgut
Klaus Ridder stellte in seinem ‚Gefahrgutvortrag‘ die Historie der Entwicklung der Gefahrgutvorschriften vor. 1796 wurde bereits festgeschrieben, dass Planwagen mit Pulver beladen mit einem ‚P‘ (=Pulver) zu kennzeichnen waren.

Manfred Emons erläuterte, dass Druckfarben oftmals einen Flammpunkt unter 61 Grad Celcius haben und somit als Gefahrgut befördert werden müssen. Der Gesetzgeber stellt hohe Anforderungen, aber die reichen den Siegwerken nicht aus, so Manfred Emons. Den VdM-Kollegen stellte er unter anderem eine Anlage vor, mit der Versandstücke mit einer extra starken Folie auf Paletten fixiert werden und sich somit auf der Palette nicht bewegen können. Dadurch wird mehr Sicherheit garantiert!!
Rundgang

Beim Rundgang über das Firmengelände konnten sich die Teilnehmer ein Bild über die Praxis machen. Überall Gefahrgutgebinde mit Gefahrzetteln. Mehrere Kesselwagen standen zur Entladung bereit. Lkw wurden beladen und die Ladung von den Fahrern mit Zurrgurten gesichert. Gabelstapler brachten Paletten mit gefährlichen Versandstücken zu den Lkw.

So konnten sich die 20 Teilnehmer, zu denen auch Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Energie und Umwelt gehörten, davon überzeugen, dass an Gefahrguttransporte besonders hohe Anforderungen gestellt werden, um eine sichere Beförderung zu gewährleisten.

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