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Regionalkreis Nord auf dem Fliegerhorst Wietzenbruch bei Celle

Wenn man einen Fliegerhorst besichtigt, denkt man an Flugzeuge, unter Umständen an Bomber oder anderes martialisches Kriegsgerät. Das ist sicherlich nicht uninteressant. Aber hier in Wietzenbruch, einem Ortsteil von Celle, sind diese Zeiten vorbei. Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte der von der englischen Armee genutzte Flugplatz allerdings einen geradezu heroischen Einsatz. Denn auch von hier starteten von Juni 1948 bis Mai 1949 englische und amerikanische Flieger zur Luftbrücke nach Berlin.

Heute ist der Standort längst wieder in deutscher Hand und wird nur noch als Flugschule benutzt. Hubschrauberpiloten werden hier ausgebildet. Was das alles bedeutet sowohl für die Schule als auch für die Flugschüler, wurde den VdM-Mitglieder des Regionalkreises Nord sowie Kollegen vom MPC eingehend geschildert. Lebendiger wurde es beim Besichtigen des Fluggeräts in einem Hangar. Besonders auffällig hier war die extreme Sauberkeit, die sich in der Werkstatt fortsetzte. Dort wurde den Teilnehmern der Antrieb der BO 105 im Detail näher erläutert. Die Techniker ließen keine Frage unbeantwortet. Nächster Besichtigungspunkt war der Tower mit seiner Luftüberwachung bis tief ins Land hinein.

Zum Abschluss stand die Flugplatzfeuerwehr auf dem Programm. Hier gab es dann wieder „Geräte“ mit Bodenhaftung zu bestaunen, die allerdings auch durch ihre schiere Leistung beeindruckten. Um in wenigen Minuten jeden Ort des Flugplatzes für einen möglichen Einsatz mit tausenden Litern Wasser und Löschschaum erreichen zu können, sind die Fahrzeuge mit Motoren ausgerüstet, die es sonst in den stärksten Trucks nicht gibt.

Nach so viel Technik und Erklärungen zur Fliegerei schmeckte dann das Abendessen im ehrwürdigen Offizierskasino doppelt gut. Keiner mochte als erster zum Aufbruch blasen. Besonders stolz waren alle Mitglieder über die Anwesenheit von zwei Kolleginnen, die sich rege mit dem kompetenten Betreuer aus den Reihen der Fluglehrer austauschten.

Joachim General

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