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Intelligente Mobilität

VdM Arbeitskreis Rhein-Main zu Gast bei Valeo am Hockenheimring

Der erste Valeo-MediaDay auf dem Hockenheimring kam gut an: Valeo Deutschland-Chef Alexander K. Ziems konnte rund 60 Journalisten in der Mercedes- Benz-Lounge begrüßen, darunter 15 Kolleginnen und Kollegen aus dem VdM-Regionalkreis Rhein- Main unter der Leitung von Eva M. Uebel. Valeo, mit Hauptsitz in Paris, ist ein weltweit tätiger Zulieferer für die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie, sagte Ziems in seiner Begrüßungsrede. Das Unternehmen mit dem grünen Namensschriftzug beschäftigt derzeit weltweit 79.500 Mitarbeiter an mehr als 150 Standorten in 29 Ländern, davon 4.500 Mitarbeiter in vier Produktionszentren und fünf Technikzentren in Deutschland. Rund die Hälfte der gut 12 Milliarden Euro Umsatz wurde 2013 in Europa erwirtschaftet, rund ein Viertel im asiatischen Raum. „Wir wollen das Fahren sicherer, umweltfreundlicher und einfacher machen“, beschrieb Ziems die Philosophie des Unternehmens, dessen deutsche Zentrale in Bietigheim- Bissingen bei Stuttgart beheimatet ist. Wichtige Arbeitsfelder der Valeo-Ingenieure sind unter anderem die Klimakontrolle, die Reduzierung des CO2- Ausstoßes und die Hybridtechnologie.

In seinem kurzen Fachvortrag erläuterte Jean- Francois Tarabbia, Vorstand F&E in der Pariser Zentrale, das neu entwickelte System „Inblue“, das Carsharing für die Nutzer einfacher machen sol. Per Smartphone kann damit das nächste freie Fahrzeug gefunden und ein virtueller Zündschlüssel übermittelt werden.

Neben der Theorie kam beim Valeo-MediaDay auch die Praxis nicht zu kurz. Einen Einblick bekamen die Teilnehmer im Klima-Akustik- und Klima-Windkanal von Valeo in direkter Nachbarschaft zum Hockenheimring. Hier werden Einzelkomponenten bei Temperaturen zwischen -20 und +50 Grad Celsius und Windgeschwindigkeiten von 5 bis 200 km/h auf ihre Alltagstauglichkeit und ihre Serienreife getestet. Auf einem Teilstück der Grand- Prix-Strecke konnten die Teilnehmer schließlich Valeo-Neuentwicklungen an Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller in der Praxis testen. So beispielsweise das „Aquablade- System“, das das Frontscheiben-Wischwasser direkt vor das Wischerblatt leitet. Oder das vollautomatische „BeamAtic Premium LED- System“, das blendfreies Fahren bei permanent eingeschaltetem Fernlicht ermöglicht. Dabei erkennt eine Kamera hinter der Windschutzscheibe mit Bildverarbeitungssoftware andere Verkehrsteilnehmer und stellt das Licht so ein, dass die nicht geblendet werden.

Den Abschluss des Tages bildete ein stimmungsvolles Dinner in der Weltraumhalle des Technikmuseums Speyer mit viel Gelegenheit für „Benzingespräche“.

Heiko Schäfer

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