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VdM-Südwest zum vorweihnachtlichen Treffen im Irmscher-Museum

Mitte Dezember, in der letzten Woche vor Weihnachten 2013, trafen sich Motorjournalisten des VdM Südwest im Irmscher Museum in Remshalden Grunbach, 20 km östlich von Stuttgart. Günther Irmscher war in den 60-er Jahren mit NSU und Opel-Fahrzeugen im Rallyesport erfolgreich. Der schwäbische Kraftfahrzeugmeister und Ingenieur gründete 1968 sein Unternehmen „Irmscher Tuning“ in einer Doppelgarage in Winnenden. Er verkaufte dafür seinen Rallye Kadett, um den finanziellen Grundstock für sein Unternehmen zu legen. Vor allem in den 70-er Jahren wuchs das Unternehmen rapide und so verlegte Günther Irmscher 1978 den Firmensitz nach Remshalden Grunbach. 1992 kam ein Produktions- und Verwaltungsgebäude in Zaragoza dazu.

Nach dem Tod von Günther Irmscher sen. 1996 übernahm seine Familie – vor allem sein Sohn Günther – die Unternehmensführung. Der ließ es sich nicht nehmen, den VdM-Journalisten persönlich die Highlights des Firmenmuseums zu zeigen.
 
Günther Irmscher erläuterte, dass bis zu 40.000 Fahrzeuge in Grunbach veredelt wurden. "Heute rüsten wir die Fahrzeuge jedoch nicht mehr in Grunbach um, sondern direkt bei den Herstellern am Band." Der Transport der Fahrzeuge sei so teuer, dass der Umbau am Firmensitz unwirtschaflich geworden ist. Das Prüffeld des Werkes in Grunbach ist heute an MBtech vermietet.

Obwohl Irmscher zu Recht mit Opel in einem Atemzug genannt wird, arbeitet das Unternehmen auch mit anderen Marken wie Chevrolet, Kia, Peugeot, Citroen und Chrysler zusammen. Seine Kompetenz im Fahrzeugdesign zeigte Irmscher beim Inspiro, der eigens als Konzept-Fahrzeug gebaut wurde und heute in der Ausstellung zu sehen ist. Die Roadsterstudie wurde 2002 vorgestellt.

Im Anschluss an die Führung stand Günther Irmscher jun. noch für Fragen zur Verfügung. Mit einem herzlichen Dank der Südwest-Motorjournalisten endete der Museumsbesuch. Der Jahresabschluss des VdM-Arbeitskreises Südwest klang bei einem Essen im La Casa aus, das direkt ans Museum anschließt, sodass wir inmitten der reizvollen Fahrzeuge speisen und anschließen noch lange fachsimpeln konnten.

Gottfried Weitbrecht

Irmscher - Daten und Fakten:
Website: www.irmscher.de

  • 1968    Gründung der Firma durch Günther Irmscher in Winnenden
  • 1970    Kooperationsvertrag mit der Adam Opel AG im Bereich Motorsport
  • 1970 - 1976 Zahlreiche nationale und internationale Meistertitel im Motorsport
  • 1977 Erste Opel-Sonderserienfertigung (Opel Kadett City)
  • 1978 Verlegung des Geschäftssitzes nach Remshalden-Grunbach
  • 1983 Produktionsbeginn Opel Manta i200 und i240
  • 1985 Erweiterung der Kooperation mit der Adam Opel AG im Sonderserienbereich
  • 1986 Erweiterung des Betriebsgeländes auf 50.000qm
    Eröffnung des Ausstellungs- und Servicecenters in Remshalden-Grunbach, Präsentation des Irmscher GT
  • 1990 Produktionsbeginn des Irmscher Senator 4.0i und des Omega Evolution 500
  • 1992 Bezug eines neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes in Zaragoza/Spanien mit einer jährlichen Produktionskapazität von 15.000 Fahrzeugen
  • 1993 Abschluss eines Kooperationsvertrags mit der Adam Opel AG im Teile-und Zubehörbereich
  • 1994 Präsentation des Irmscher Selectra - weltweit erstes Elektrofahrzeug mit seriellem Hybridantrieb
  • 1996 Günther Irmscher sen. stirbt am 9. Februar, Fortführung der Geschäftsleitung durch die Familie
  • 1998 30 Jahre Irmscher, Eröffnung eines neu gebauten Autohauses in Winnenden für den Vertrieb von Opel, Chevrolet und Peugeot
  • 1999 Ausbau des Irmscher Entwicklungszentrums in den Bereichen Design, Modellbau, Kunststofftechnik, Motorenbau und Elektronik
  • 2000 Expansion im Bereich alternative Antriebstechnik
  • 2001 Ausbau des Bereichs Motorentechnik mit zwei neuen Prüfständen
    Eröffnung des Irmscher-Werks in Portugal
  • 2002 Präsentation der Roadsterstudie „Inspiro" und Gewinn der V8STAR Meisterschaft mit Johnny Cecotto
  • 2003 Vorstellung des Sondermodells i35
  • 2004 Präsentation des neuen Vectra i500
    Gründung der Individual GmbH
  • 2005 Markus Fahrner gewinnt mit einem Irmscher Corsa die Deutsche Super 1600 Rallye Meisterschaft
  • 2006 Der Irmscher Astra GTC „Orange" wird bei der Leserwahl des Axel Springer Verlags zum TopCar des Jahres 2006 in der Kategorie „kompakt und klein" Irmscher baut seine Kompetenz in Sachen alternativer Antriebe aus und bietet für ausgewählte Opel Motoren die Umrüstung auf LPG-Antrieb an.
  • 2007 Der Irmscher GT wird bei der Leserwahl des Axel Springer Verlags zum TOPCAR des Jahres 2007 in der Kategorie „Cabrios & Roadster".
    Irmscher beginnt mit der Vermarktung von LPG-Autogasanlagen für Opel-Modelle in Zusammenarbeit mit der Adam Opel GmbH
    Kooperation mit dem PSA Konzern
  • 2008 Irmscher feiert sein 40 jähriges Bestehen. Zum Jubiläum präsentiert Irmscher den GT V8
  • 2010 Insignia und Meriva werden veredelt
  • 2011 Anlässlich des 81. Genfer Automobil Salons präsentiert t Irmscher erstmalig den i SELECTRA (= Irmscher sportive elektrische Antriebe), auch ein elektrisch betriebenes Irmscher-Zweirad wird vorgestellt.
  • 2012 „Van Avenue“. Diese neue Marke hatte Ihren Marktstart 2012 zur CMT (Caravan, Motor, Touristik) in Stuttgart. Es werden Vans veredelt.
  • 2013 Irmscher besteht seit 45 Jahren
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