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AK Nord zu Gast auf dem Contidrom

Am 24. April 2013 trafen sich Mitglieder des  VdM-Arbeitskreises Nord auf dem Prüfgelände von Continental, dem „Contidrom“, bei Jeversen in der Lüneburger Heide. VdM-Kollege Klaus Engelhart erläuterte die dort erst kürzlich in Betrieb genommen vollautomatische, wetterunabhängige Reifentestanlage.

Die Anlage ist in eine 300 m lange, bis zu 30 m breite Halle integriert. In ihr wird ein unbemanntes Testfahrzeug vollautomatisch auf bis zu 120 km/h beschleunigt und dann auf auswechselbaren Straßenoberflächen mit standardisierten Belägen abgebremst. Dabei sind Tests auf trockener und nasser Fahrbahn möglich. Zusätzlich kann in einer separaten Eishalle mit konventionellen Verfahren getestet werden. Continental kann nun als erster Reifenhersteller ganzjährig und wetterunabhängig Tests an einem einzigen Standort durchführen. Die Anlage wird im Vollbetrieb eine Kapazität von rund 100.000 Einzelbremsungen jährlich haben. Die Tests werden auf austauschbaren, hydraulisch bewegten Fahrbahnen vorgenommen, die Temperatur in der gesamten Halle wird dabei genau auf die vorgegebenen Werte hin eingestellt.

Die Testanlage revolutioniert nach Ansicht von Continental die bisherigen Reifentestverfahren. „Wir können die Vorteile der Tests in Laboren mit denen im Freien an Fahrzeugen kombinieren. Damit kann die Reproduzierbarkeit um siebzig Prozent verbessert werden, so dass wir die Entwicklungsfortschritte mit höchster Präzision messen können“, erläuterte Conti-Mann Engelhart. Bislang waren die Reifentester darauf angewiesen, die Tests bei variierenden Umwelteinflüssen wie Temperatur und Wind auf einer der Witterung ausgesetzten Fahrbahn am Contidrom durchzuführen. Die neue Anlage  ermöglicht nun ganzjährige Reifentests unter vollklimatisierten Prüfbedingungen auf reibwertkonstanten und frei wählbaren Fahrbahnoberflächen – und das rund um die Uhr und das ganze Jahr hindurch.

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