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Adrenalin pur

Wenn sich die Cluberer des „Nordens“ treffen, dann ähnelt dies meist einem beschaulichen Familientreffen. Das gilt nicht nur für den Motor Presse Club sondern in gleicher Weise für den VdM. Da es in unseren Vereinsbreiten leider nicht die eine „Metropole“ gibt, ist die Teilnahme oftmals mit langen Anfahrtswegen verbunden. Diese „regionale Zerklüftung“ erklärt dann auch, warum an dem Treffen des Regionalkreises Nord nur zwei MPC-Mitglieder, Eberhard Wühle und Christine Bornkeßel, und nur zwei Kollegen des VdM, der Ehrenvorsitzende Karl Heinz Menke und Holger Odemann, teilnahmen.

Das Programm für die kleine Automobilisten-Familie bestand zu Beginn aus der Testfahrt auf dem Geländewagenparcour „The Rock“ auf dem Areal des Mercedes-Benz Werkes in Bremen und danach ging es zur Bremen Classic Motorshow, der traditionell ersten Messe für Oldtimer im jedem Jahr.

Die ersten beiden Runden fuhren die Clubmitglieder unter der Anleitung der perfekt geschulten Instruktoren natürlich in einem in Bremen produzierten Mercedes GLK-Modell. Schaute man in die beiden Fahrzeuge, so sah man interessierte MPC/VdM Gesichter. Schaute man dann jedoch in die selben Gesichter als in den folgenden Runden die Mitglieder selbst fahren konnten, dann war das Interesse immer noch deutlich zu erkennen, war jedoch gepaart mit Anspannung, höchster Konzentration und die Farbe hatte auf eher hochrot gewechselt. In den beiden Test-GLK war das Adrenalin nicht nur zu sehen, man hatt auch das Gefühl, es geradezu riechen zu können.

Nach der knappen Stunde Testfahrt und einigen spektakulären Situationen bei 70 Prozent Steigung oder 80 Prozent Gefälle waren sich jedoch alle einig: Dem Ruf auf den Berg zu folgen war ein einzigartiges Erlebnis. Und sollte es Probleme zwischenzeitlich gegeben haben, dann hätte man laut der Instruktoren nur in die Prospekte schauen müssen, dort stünden die Lösungen.

Danach wechselte die kleine Auto-Club-Familie auf das Messegelände Bremens. „Hier riecht es im Gegensatz zu Essen noch nach Crêpe und Motorenöl. Eine herrliche und ursprüngliche Mischung,“ kommentierte Eberhard Wühle nach wenigen Metern auf dem Messerundgang seinen ersten Eindruck. Die Bremer Fachmesse mit etwa 40.000 Besuchern eröffnet in jedem Jahr den Reigen der speziellen Oldtimer-Messen. Wie vom Projektleiter Frank Ruge zu erfahren war, will sich die Bremer Ausstellung in keiner Weise beispielsweise mit der gigantischen Show in Essen messen. Vielmehr werden in Bremen von den über 600 Händlern und Anbietern die Trends des Jahres evaluiert und allgemein die Stimmung getestet. Außerdem höre man bei der 11. Auflage wieder verstärkt nordische Stimmen. Inzwischen, so Ruge bei seiner Präsentation exklusiv für die MPC/VdM-Familie, habe sich die Bremer Messe zu dem Magneten für das Fachpublikum aus den skandinavischen Ländern entwickelt. Aus den zunächst vier MPC/VdM-Mitgliedern waren inzwischen sieben geworden. Uwe Mahla und Lars Döhmann nutzen die Zusammenkunft in den Hallen, sich von ihrer Tätigkeit auf den Ständen kurz abzumelden. Der MPC-Präsident Rolf Heggen vervollständigte die kleine Gruppe.

Überschaubar, herzlich, persönlich, freundschaftlich und damit klein und fein war das Treffen in Bremen und kann sich vielleicht zu einer neuen Tradition entwickeln.

Text und Fotos: Christine Bornkeßel

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