Zu den Inhalten springen

Der Neuwagenhandel auf dem Weg ins Internet

AK West: Podiumsdiskussion mit Vertretern von ZDK und MeinAuto.de

Das Gros der ca. drei Millionen Neuwagen, die in Deutschland jährlich verkauft werden, geht ganz klassisch über das Autohaus an den Kunden. Ein steigender Anteil wird mittlerweile aber auch über das Internet „verkauft“. Als Vermittler agieren hier Dienste wie MeinAuto.de, die im Internet eine Plattform zur Verfügung stellen und die in der Firmenzentrale in Köln mit Verkaufsberatern telefonisch erreichbar sind. Sie vermitteln Kaufverträge für 35 Marken zwischen Interessenten und Autohäusern. Rund 200 Fabrikatshändler bieten ihre Neuwagen auch über MeinAuto.de an.

In den Patrizia Towers in Köln sind auf zwei Etagen die Büros der MeinAuto GmbH, wo sich der VdM-Arbeitskreis West im Foyer zu einer Podiumsdiskussion traf. Arbeitskreisleiterin Astrid Schafmeister und VdM-Mitglied Andreas Partz, der in der Öffentlichkeitsarbeit von MeinAuto tätig ist, hatten den ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) für einen gemeinsamen Termin gewinnen können. Zum Thema „Neuwagenmarkt: Einer der letzten Consumer-Markets (Käufermärkte) auf dem Weg ins Internet“ saßen auf dem Podium Alexander Bugge, Geschäftsführer der MeinAuto GmbH, und ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme. Moderiert wurde die Runde von Klaus Uckrow, dem Stellvertretenden Chefredakteur der Autozeitung. Vor der Diskussion ließen sich die VdMler bei einer Tour durch die Büros von MeinAuto den Neuwagenhandel übers Internet erklären.

„Wir bieten eine Preistransparenz, die Autokäufer schätzen. Und es gibt Kunden, die wissen auch ohne große Beratung sehr genau, was sie wollen“, beschrieb Alexander Bugge seine Käufer. „Es gibt Käufer, die wir im Autohaus nicht erreichen“, gab Fromme zu, „aber ein Großteil der Verkäufe wird weiterhin im Autohaus stattfinden.“ Ein Problem für stationäre Autohändler ist allerdings die „Geiz-ist-geil“-Mentalität des einen oder andere potenzieller Käufers, der sich vor Ort beraten lässt, eine Probefahrt macht und dann im Internet kauft. „Hier müssten die Margen beim Verkauf nach erbrachter Leistung gestaffelt verteilt werden“, erklärte Fromme die Position des ZDK. Bislang kriegt vom Hersteller nur einer Geld: der, der das Auto verkauft hat. Allerdings muss auch der stationäre Autohandel seine Chancen überall nutzen: „Egal auf welchem Weg der Kunde Kontakt zu mir aufnimmt – persönlich, telefonisch oder per eMail: Wenn ich nicht auf ihn zugehe, ist er weg. Der Neuwagenhandel ist ein Käufermarkt“, mahnte Fromme.

Petra Grünendahl (Text und Fotos)

Bildergalerie
© 2012 Verband der Motorjournalisten - VdM Haftungsausschluss