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Interview mit dem FE-Vorsitzenden

Hilfe für Kollegen in Not

Gerät ein Motorjournalist in eine finanzielle Notlage, dann hilft die FE, die Fürsorgeeinrichtung des VdM. Der FE-Vorsitzende Edgar Krause erläutert, wer durch das soziale Netz des VdM unterstützt wird.

Kollege Krause, wir haben ja in Deutschland ein recht gutes soziales Netz. Ist da noch eine spezielle Fürsorgeeinrichtung für Motorjournalisten nötig?

Wir meinen ja, und die Fälle, in denen wir tätig werden, bestätigen das. Leider kommt es immer wieder vor, dass Kolleginnen und Kollegen zum Beispiel wegen einer Erkrankung plötzlich mit hohen Kosten konfrontiert sind. Oder, dass die Alterssicherungen nicht ausreichen. Hier können wir mit den Mitteln der FE finanzielle Unterstützung leisten. Hinzu kommt die berufliche Förderung. Kosten, die beispielsweise durch einen Arbeitsplatzwechsel oder Fortbildungsmaßnahmen entstehen, können gegebenenfalls übernommen werden. Oder ein junger Kollege möchte sich selbständig machen, verfügt aber nicht über ausreichendes Kapital für die Ersteinrichtung eines eigenen Büros. Ein zinsloses Darlehen wäre möglicherweise genau dann die richtige Hilfe.

Wie sieht diese Hilfe konkret aus?

In vielen Fällen müssen wir nur einen finanziellen Engpass überwinden helfen. Dann gewähren wir ein zinsloses Darlehen, das wieder zurückgezahlt wird, wenn es den Betroffenen wieder besser geht. In anderen Fällen zahlen wir einmalige Zuschüsse. Aber es ist auch möglich, dass wir Kolleginnen und Kollegen mit monatlichen Beträgen regelmäßig unterstützen. Das ist derzeit in vier Fällen so. Dabei arbeiten wir seit vielen Jahren mit der Unterstützungseinrichtung des MPC zusammen. Im Moment funktioniert diese Zusammenarbeit besonders unproblematisch, weil der Vorsitzende der Unterstützungseinrichtung des MPC, Dr. Wolfgang Riecke, gleichzeitig Beisitzer der FE des VdM ist.

Welche Voraussetzungen muss ein Antragsteller erfüllen, um eine Unterstützung durch die FE zu bekommen?

Zunächst muss er als Motorjournalist arbeiten oder gearbeitet haben. Aber auch Hinterbliebene von Kollegen können gefördert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob er Mitglied im VdM, MPC oder einem anderen Verband ist oder war. Dann muss er seine Bedürftigkeit nachweisen. Das geschieht durch entsprechende Angaben im Antragsformular. Wer über einen längeren Zeitraum unterstützt wird, muss zudem die Bedürftigkeit jedes Jahr beispielsweise durch einen Steuer- oder Rentenbescheid erneut nachweisen. Das klingt bürokratisch, ist aber nötig, weil die FE ihre Ausgaben regelmäßig gegenüber dem Finanzamt begründen muss.

Woher bekommt die FE das Geld, um Motorjournalisten in Not helfen zu können?

Die erste und verlässlichste Quelle sind die Mitgliedsbeiträge der VdM-Mitglieder: Zehn Prozent der Beiträge werden an die Fürsorgeeinrichtung abgeführt. Ein zweiter wichtiger Posten ist die Tombola, die wir in den vergangenen Jahren regelmäßig zur Jahrestagung veranstaltet haben. Hinzu kommt eine ganze Reihe von kleineren und größeren Spenden von Mitgliedern und Verlagen oder aus der Automobilindustrie.

Und wie erfährt die Fürsorgeeinrichtung, wer einer Unterstützung bedarf?

Zum einen können natürlich Bedürftige von sich aus einen Antrag stellen. Leider geschieht das eher selten, weil viele Betroffene verständlicherweise das Offenlegen ihrer prekären Situation scheuen, obwohl wir immer wieder darauf hinweisen – und das möchte ich hier nochmals betonen – dass wir absolute Vertraulichkeit garantieren. Zudem weisen uns beispielsweise die Arbeitskreisleiter oder andere VdM-Mitglieder auf Kollegen hin, die eventuell einer Unterstützung bedürfen. Im persönlichen Gespräch bieten wir dann aktiv unsere Hilfe an. Allerdings würden wir uns wünschen, dass uns die VdM-Mitglieder häufiger über Kolleginnen und Kollegen in Not informieren.

Edgar Krause

Kontakt:
FE-Vorsitzender Edgar Krause
Telefon: 0221 527904
Telefax: 0221 5626575
Mobil: 0171 5345095
edgar.krause@motorjournalist.de

Die „Kleine Gebrauchsanweisung“ und das Antragsformular für eine FE-Unterstützung finden Sie auch hier auf den Internetseiten der FE.

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