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Verband der Motorjournalisten ehrt Automobilfotografen Werner Eisele mit der Johny-Rozendaal-Uhr

„…wichdig isch, wer hinda neiguckt!“

Seit mehr als 50 Jahren ist der 1938 in Stuttgart geborene Werner Eisele mit Kamera und Notizbuch bei allen großen Rennsport- und Autoereignissen dabei. Neben den Rennaufnahmen sind es vor allem seine Portraits, die den Betrachter in ihren Bann ziehen, weil sie nicht nur die großen und berühmten Rennlegenden zeigen, sondern die Menschen und ihre Empfindungen. Am Vorabend der Essen Motor Show wurde Werner Eisele vom Verband der Motorjournalisten mit der Johny-Rozendaal-Uhr für seine Verdienste um den Motorjournalismus geehrt. Beim traditionellen VdM-Abend übereichte der VdM-Vorsitzende Jörn Turner ihm die Uhr, die zuvor ein Jahr lang der Journalist und Gefahrgutspezialist Klaus Ridder getragen hatte.

Ganz im Sinne ihres Namensgebers, des holländischen Journalisten und VdM-Ehrenmitglieds Johny-Rozendaal, soll die Uhr,  die seit 1959 verliehen wird, an eine Kollegin oder einen Kollegen gehen, die sich auch um die Völkerverständigung verdient gemacht haben. „Das kann man von einem Menschen, der seit Jahrzehnten im In- und Ausland an und um die Rennstrecken tätig ist und die Früchte seiner Arbeit international verbreitet, wohl sagen: Er verbindet die Völker“, sagte der Geschäftsführende Vorsitzende des VdM, Franz-Peter Strohbücker in seiner Laudatio.

Wie sehr sich Eisele schon als Kind für Rennwagen, speziell die von Porsche begeisterte, zeigt eine Anekdote, die Strohbücker berichtete: Um seinen Traumwagen endlich einmal ganz nahe zu kommen, fährt er mit dem Fahrrad von der elterlichen Wohnung in Stuttgart-Bad Cannstatt über den Neckar nach Stuttgart-Zuffenhausen ins Porsche Stammwerk. Dort zeigt er dem Pförtner eine Vesperdose und sagt, er müsse seinem Onkel die vergessene Brotzeit bringen. „Das Thema Werkschutz wurde damals offenbar noch sehr lax gehandhabt und so gelangt der junge Mann ohne weiteres ins Werk und sieht seine ersten Porsche-Rennwagen life und in Farbe.“

Die Begeisterung für schnelle Autos hat Werner Eisele nicht mehr losgelassen. Nach einer Fotografenausbildung ist er bei allen wichtigen Rennen und den großen Automobilsalons regelmäßig mit seiner Kamera dabei. Er bringt packende Bilder vom Renngeschehen ebenso mit nach Hause, wie Portraits der Rennfahrer und auch der Manager und Macher aus der Automobilindustrie. Seine Fotos erscheinen in allen großen Fachmagazinen. Daneben werden seine Fotos in Ausstellungen gezeigt oder als Bildbände veröffentlicht. „Formel 1 Legenden” oder „Cars & Girls” sind zwei Beispiel für die Bücher, die Ausschnitte seines künstlerischen Wirkens zeigen. Sukzessive entsteht so auch ein umfangreiches Bildarchiv, das die Geschichte des Rennwagens und des Automobils dokumentiert.

Am Ende seiner Laudatio berichtete Franz-Peter Strohbücker von einer Begegnung mit dem im letzten Jahr verstorbenen Fotografen Reinhard Schmid. Der hatte angesprochen auf seine doch eher einfache Kamera im besten schwäbisch geantwortet: „Woisch wichdig isch net, was vorne druff schtoh’d – wichdig isch, wer hinda neiguckt.” Bei den Fotos von Werner Eisele könne man ebenso feststellen: „Da hat immer der Richtige hinten reingeguckt!“

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Impressionen
  • Der VdM-Abend zur Essen Motor Show war gut besucht, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Andreas Kessler, Regionalleiter Berlin, führte durch den Abend, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Daniela Mühlen, Leiterin der Presseabteilung der Messe Essen, hieß die Gäste des VdM-Abends willkommen, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Wie in den Vorjahren begleitet das Hot Corn Trio um Helmut Schneikart (li) durch den Abend, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Der VdM-Vorsitzende Jörn Turner ..., Foto Ian Georg Strohbücker
  • ... begrüßte die Gäste, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Laudator Franz-Peter Strohbücker ..., Foto Ian Georg Strohbücker
  • ... und sein aufmerksamster Zuhörer, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Preisträger unter sich: Klaus Ridder (li) und Werner Eisele, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Vorjahrespreisträger Klaus Ridder übergibt die Uhr an Werner Eisele, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Das obligatorische Gruppenbild für die Fotografen: Vorjahrespreisträger Klaus Ridder, der Geschäftsführende VdM-Vorsitzende Franz-Peter Strohbücker, Preisträger Werner Eisele, Moderator und Regionalleiter Berlin Andreas Kessler und VdM-Vorsitzender Jörn Turner, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Werner Eisele vor dem Bild des VdM-Ehrenmitglieds und Namensgeber der Uhr Johny Rozendaal, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Blumen für Frau Eisele, Foto Ian Georg Strohbücker
  • Frank Wiesner und Preisträger Werner Eisele bewundern die goldene Taschenuhr von Johny Rozendaal, Foto: Irene Fies
  • der MPC-Vorsitzenden Rolf Heggen (re) im Gespräch mit Wolfgang Riecke, Foto Ian Georg Strohbücker
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- Pressetext als PDF

 

- Foto der Preisverleihung
Werner Eisele (Mitte) mit dem VdM-Vorsitzenden Jörn Turner (re) und Preisträger 2013 Klaus Ridder (lks), Foto: VdM/Strohbücker

 

- Portrait-Foto Werner Eisele, Foto: Privat

 

- Portrait-Foto Werner Eisele, Foto: Privat

 

- Die Johny-Rozendaal-Uhr, Foto: VdM

 

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