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Personalia

VdM-Dieselringträger Dr. Anton van Zanten mit dem Europäische Erfinderpreis in der Kategorie Lebenswerk ausgezeichnet

Der langjährige Bosch-Automobilingenieur Anton van Zanten (75) wurde am 9. Juni in Lissabon im diesjährigen Wettbewerb der innovativsten Köpfe in der Kategorie "Lebenswerk" ausgezeichnet. Der Niederländer, der von 1977 bis 2003 für Bosch forschte, wurde für die Erfindung der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESP), dem bis heute wichtigsten Fahrzeugsicherheitssystem nach dem Sicherheitsgurt, geehrt. 2000 hatte ihn der VdM zusammn mit Dipl.-Ing. Armin Müller, der als Mercedes-Ingenieuer gemeinsam mit ihm ESP entwickelt hatte, für seine Verdienste um die Verkehrssicherheit mit dem Goldenen VdM-Dieselring ausgezeichnet.

Der Europäische Erfinderpreis wurde am in Lissabon im Rahmen eines Festakts zum elften Mal vom Europäischen Patentamt (EPA) verliehen. Insgesamt waren 15 Erfinder in fünf Kategorien für den Preis nominiert. Mit der Auszeichnung würdigt das EPA jährlich Forscher, Wissenschaftler, Techniker und Tüftler, deren Erfindungen vom EPA patentiert worden sind und einen außerordentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Fortschritt geleistet haben. Das Besondere: Jedermann kann einen Erfinder für den Preis nominieren. Von den fast 400 Nominierten, die 2016 aus insgesamt 13 Ländern stammen, hat eine unabhängige, internationale Jury die 15 Finalisten ausgewählt. Die Jury entscheidet auch über die Preisvergabe in den fünf Kategorien „Industrie“, „Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“, „Forschung“, „Außereuropäische Staaten“ und „Lebenswerk“. Die Gewinner des Erfinderpreises erhalten eine Trophäe in Form eines Segels als Symbol für Entdeckertum und menschliche Genialität. Die Trophäe wird jedes Jahr aus einem anderen Material hergestellt.

Anton van Zanten blickt auf eine lange Karriere bei der Robert Bosch GmbH zurück und gilt als einer der weltweit renommiertesten Experten für Fahrzeugsicherheit: Mit über 180 Patenten, davon allein 36 im Bereich Fahrzeugsicherheit, hat er ein Stück Automobilgeschichte geschrieben und die Straßen weltweit sicherer gemacht. Der 75-Jährige war bereits einer der wichtigen Köpfe bei der Entwicklung des Antiblockiersystems (ABS) bei der Robert Bosch GmbH. Mit der darauf aufbauenden Erfindung der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESP) für das deutsche Unternehmen hat van Zanten sein Lebenswerk gekrönt. Seit Einführung hat die Erfindung 260.000 Verkehrsunfälle verhindert. Dies macht sie zum wichtigsten Fahrzeugsicherheitssystem nach dem Sicherheitsgurt. (epo)


Der ehemalige Bosch-Ingenieur Anton van Zanten (75) ist für die Erfindung des Elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) mit dem Europäischen Erfinderpreis in der Kategorie Lebenswerk ausgezeichnet worden, Foto: Europäisches Patentamt

Dr.ir.Ing. Anton Th. van Zanten, Foto: obs/Europäisches Patentamt (EPA)/Heinz Troll
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