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Villa Trips – Zukunft gesichert

Er war der letzte Ritter derer von Trips – sein vollständiger Name Wolfgang Alexander Reichgraf Berghe von Trips, das steht auf einer Tafel in der Familiengruft auf dem Friedhof in Horrem (Stadt Kerpen). Dann steht darunter „Tödlich verunglückt in Monza“.

Tödlich verunglückt auf dem Weg, der erste deutsche F1-Weltmeister zu werden, das war am 12. September 1961. Die Mutter Thessa gründete vor Ihrem Tod eine Sportstiftung, deren Aufgabe es u.a. war, das Erbe des charismatischen Rennfahrers zu wahren – und das geschieht bis heute.

Nur, irgendwann ging der Stiftung das Geld aus und die Villa Trips (Museum für Rennsportgeschichte, so der offizielle Name der Villa Trips), wo die Exponate des Rennfahrers wie Sturzhelme, Rennwagen, Pokale, Siegerschleifen, Overalls, … aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, musste schließen.

Nun, im November 2015, kommt wieder Leben in die Sache, ein „Geldgeber“ aus Kerpen, das Eheparr Alexander Noven, hat die Villa Trips gekauft. Reinhold Louis (75), Vorsitzender des Stiftungsrates und des Stiftungsvorstandes, wird seine Ämter nach 25-jähriger Amtszeit im nächsten Jahr in jüngere Hände übergeben.

Louis: „Die langanhaltenden Bemühungen um einen Verbleib des Museums in Kerpen-Horrem am Stammsitz der Familie, die Schließung finanzieller Engpässe, die fehlende personelle Ausstattung haben unendlich viel Kraft gekostet. Neben dem Museumsbetrieb sind ja auch die anderen Stiftungsaufgaben zu beachten. Mit Freude darf ich feststellen, dass der Bestand des umfangreichen Trips´schen Adelsarchivs durch einen Depositalvertrag mit der Stadt Kerpen dauerhaft gesichert ist, die Familienutensilien, soweit sie bei meinem Amtsantritt noch vorhanden waren, sind jetzt als Dauerleihgabe auf Burg Wildenburg (Eifel) in repräsentativen Räumen der Öffentlichkeit zugänglich, eine kooperative Zusammenarbeit mit dem Prototyp-Museum in Hamburg ist vertraglich gesichert und die Familiengruft auf dem Friedhof in Horrem-Hemmersbach ist nach Sanierung in gutem Zustand. Ein beeindruckendes Denkmal am Nürburgring, mehrere umfangreiche Film- und Fernsehdokumentationen, zahlreiche gedruckte Publikationen, die Aufnahme in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ sowie eine große Web-Präsenz konnten erreicht werden. Die Stiftung hat keinerlei finanzielle Verbindlichkeiten mehr. Neben dem wertvollen musealen Bestand ist sie finanziell so ausgestattet, dass der Unterhalt des Museums in Kerpen-Horrem langfristig gesichert ist.“

Mit sofortiger Wirkung wurde Alexander Noven in den Stiftungsrat der Gräflich Berghe von Trips´schen Sportstiftung zu Burg Hemmersbach“ berufen, um damit die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Stiftungsrat ihn im kommenden Jahr zum Vorsitzenden wählen kann und Alexander Noven war es auch, der die Villa Trips samt Park gekauft hat.

Im kommenden Frühjahr soll die Villa Trips – Museum für Rennsportgeschichte in erweiterter Form wieder eröffnet werden. Darauf freut sich der Museumsleiter Jörg-Thomas Födisch, bekannter Buchautor, schon riesig. Bis dahin wird weiter an der Erweiterung des Museums gearbeitet.

Klaus Ridder

  • Das Arbeitszimmer des Renngrafen wurde vonm Museumsleiter Jörg-Thomas Födisch und seiner Frau Juliane Klingele neu aufgebaut, Foto: Ridder
  • Die Herren Reinhold Louis, der neue Besitzer Alexander Noven, Bürgermeister Dieter Spürck und Museumsleiter Jörg-Thomas Födisch freuen sich gemeinsam, dass der Fortbestand der Villa Trips mit den wohl einmaligen Exponaten für die nächsten Jahre gesichert ist, Foto: Ridder
  • Wolfgang Graf Berghe v. Trips
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