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Um die Ecke oder um die Welt

Das Thema Reisen ist und bleibt ein Dauerbrenner in Deutschland. Ob nah, oder fern, ob privat oder beruflich. Mit welchem Verkehrsmittel auch immer. Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen, was auf der Reise & Campingmesse in Essen wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde. Gemeinsam mit der „Fahrrad Essen“, präsentierten sich knapp 1000 Aussteller aus 18 Nationen in den Messehallen am Grugapark. Trotz der bequemen Möglichkeit des heimischen Computers informierten sich etwa 90 000 Besucher über neue Trends und Reiseziele. So herrschte insbesondere am Wochenende teils dichtes Gedränge in den Hallen, besonders bei Anbietern von Campingzubehör. „Mir ist der persönliche Kontakt zu den Ausstellern und ihrem Angebot lieber, als das Internet“, war als einer der Gründe für den Besuch zu hören. Dies macht wohl den Reiz einer Messe im Allgemeinen aus.

Dabei wurde Nordrhein- Westfalens größte Reisemesse durchaus nicht nur als Informationsplattform, sondern auch als geschäftiger Marktplatz genutzt. Mehr als die Hälfte der Besucher kaufte oder buchte direkt am Stand. Auch Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen, zog ein positives Fazit. „Die Urlaubswelt war erneut der perfekte Start in die neue Saison. Sowohl in der Camping- als auch in der Tourismusindustrie sind die Zahlen vielversprechend. Das haben auch unsere Aussteller deutlich gespürt“. Es gab viel Lob für die Veranstaltung mit der Kombination aus Reisen, Campen und Radfahren.

Nach einer Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. hat die Branche 2014 weltweit um fünf Prozent zugelegt und damit die Marke von 1,1 Milliarden Reisen durchbrochen. Die beliebteste Region ist dabei Europa. In Deutschland lagen bei 72 Millionen Urlaubsreisen die Ausgaben bei etwa 66 Milliarden Euro. Bei den beliebtesten Zielen der Deutschen steht das eigene Land an der Spitze, gefolgt von Spanien, Italien, Türkei und Österreich. Zunehmend beliebter werden allerdings andere Fernziele wie Skandinavien. Auch die Anzahl der Campingreisen nimmt in Deutschland zu und hat derzeit einen Anteil von vier Prozent.

Neben dem breitgefächerten Angebot traf sich die Branche in Essen zum vierten Mal während des European Camping Congress. Experten diskutierten über allgemeine Themen und würdigten besondere Verdienste der Campingbranche. Die schönste Zeit im Jahr ist weiterhin ein einträgliches Geschäft für die Branche. Ob im heimischen Garten oder auf Gran Canaria. Die Reise & Camping hat auch 2016 in Essen im Februar ihren festen Platz. //Heiko Schäfer

Meilenstein und Campingpreis
1951 startete VW den T1 als Kastenwagen, Kombi und Busvariante Samba. Noch im selben Jahr läutete Westfalia mit der ersten Campingbox für den Transporter die mobile Freizeit ein. Den Durchbruch brachte 1955 die Exportversion mit Gepäckgalerie und Klappe auf dem Dach. Der Schritt zum Reisemobil wurde der Knaller in den USA. Der Bulli eroberte die Welt und ist auch nach über 60 Jahren munter unterwegs. Auf der „Reise+Camping“ in Essen wurde der Erfolg gebührend geehrt. Die „Vereinigung der Caravaning- und Touristik-Journalisten“ (CTJ) zeichnete Volkswagen mit dem „Meilenstein 2015“  für besondere Verdienste um die mobile Freizeit aus. Ramsis Moussa, Marketingleiter bei VW-Nutzfahrzeuge nahm den Preis von Raymond Eckl und Hans-Jürgen Hess entgegen.

Der „Deutsche Campingpreis 2015“ ging an Familie Kober. Erfindergeist, Elan, Enthusiasmus und der Zusammenhalt waren die Säulen, aus denen Al-KO ab 1950 aus der väterlichen Werkstatt zu einem Weltkonzern wurde, heißt es in der Begründung. Stadt Essen und DCC dankten der Familie für ihren Einsatz. Der jüngst verstorbene Vorstandsvorsitzende Kurt Kober, so die Ehrung, hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg des Unternehmens. //Karl-Hugo Dierichs

 

 

  • Früh übt sich, wer später mal ein Camper werden möchte., Foto: Schäfer
  • Trainingsparcours für den Radnachwuchs, Foto: Schäfer
  • Originelle Ideen kommen beim Publikum an, Foto: Schäfer
  • Busreisen sind auch ein Teil der Reise & Camping Essen, Foto: Schäfer
  • CTJ-Meilenstein für den VW Bully: Ramsis Moussa, Marketingleiter bei VW-Nutzfahrzeuge (mitte) nahm den Preis von Raymond Eckl (links) und Hans-Jürgen Hess entgegen, Foto Dierichs
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