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Retro Classics - die Oldtimermesse in Stuttgart

Nach vier Messetagen haben sich die Pforten der insgesamt acht Messehallen wieder geschlossen. Auf einer Fläche von etwa 130.000 Quadratmetern organisierte Karl-Ulrich Herrmann von der Retro Messen GmbH eine edle und facettenreiche Show mit den schönsten Museumsstücken der Automobilhistorie.

Die der Messe angeschlossene Verkaufsbörse wurde als sehr wichtiger Part eingestuft. Für den großen Teil der Besucher standen selbstverständlich die fahrbaren Raritäten im Vordergrund. Noch immer ist das Auto des Deutschen liebstes Kind. Egal ob Neuwagen oder ein schöner Oldtimer. Und von denen gab es sehr viele zu sehen und zu bestaunen. Unter anderem auch den Rallyewagen von VdM-Mitglied Wolfgang Inhester, der auf dem Stand des Fahrwerksgiganten KW Unterschlupf fand. Der überaus toll aufgebaute Porsche 911 SCRS rollt auf einem Fahrwerk von ‚KW-Competition‘, mit dem die Fichtenberger Hersteller auch vor Oldtimern nicht Halt machen. Das Haus Recaro Tradition unter der Federführung von Frank Jung zeigte ebenfalls Liebe zu den älteren Fahrzeugen.

VdM-Kollege Herrmann Schenk lud im Namen der GTÜ-Sachverständigen-Organisation zur Kaffeepause ein. Dass die großen Konzerne mittlerweile auf die Klassik gerne zurückgreifen, zeigte auch die ‚Bosch Tradition‘. Hier war der die Historie genießende Boss, Fritz Cirener, stets gerne bereit, um jegliche Themen freudig zu diskutieren.

Die komplette Halle 7 gehörte Mercedes-Benz. Dort präsentierten sich neben den mannigfachen Clubs der einzelnen Mercedes-Typen auch die historische Abteilung des Konzerns.

Eine besondere Ehre wurde dem Altinger Ex-Rennfahrer Roland Asch (67) zu teil. Ein grosser Teil der Rennwagen, die das Tourenwagen-Urgestein in seiner langen Karriere zu Ruhm und Ehren pilotierte, waren in einer fiktiven Startszene inmitten der Halle 5 aufgereiht. Mit dem Mercedes 190 E von 1993 holte sich Asch einen Doppelsieg beim DTM-Rennen auf der Berliner Avus. Mit dem gelben Porsche 911 des Strähle-Teams gewann er 1991 den Porsche Carrera Cup. Der weiße ‚Valvoline‘-190er  Mercedes aus dem Jahr 1988 war sein erster eigener DTM-Bolide. Asch ist heute noch den Freunden vom ‚Hohenloher Whisky Racing Team‘ dankbar. Sie hatten das Auto aus purer Freude betreut. Auf Grund der Erfolge mit diesem Wagen, erhielt er damals von Werner Niefer, dem damaligen Boss von Mercedes, einen Truck für den Transport geschenkt. An den gelben ‚Camel‘- 190 EVO denkt Asch noch gerne zurück: „Mit dem  habe ich in Südafrika 1990 gewonnen.“  In der weiteren Folge stehen seine Porsche 994-Rennwagen. Zum einer der aus 1986, mit dem er das erste Cuprennen auf dem Nürburgring bestritt. Mit dem blauen ‚Fuji‘-Porsche 944 holte Asch für das Strähle-Team zwei Mal den Titel in den Jahren 1988/89, siegte bei Weltcup im südafrikanischen Kyalami und wurde fortan ‚Mister Porsche Cup‘ genannt. Mit dem Ford Mustang fuhr der Altmeister 1985 einige DTM-Läufe, fuhr ein Jahr später auf der Avus einen Rundenrekord und schloss als Vierter im Klassement die DTM ab. Dem harte Tourenwagen-Haudegen Roland Asch standen beim Anblick dieser rennerfahrenen Schätze die Tränen in den Augen und er wollte in der ersten Messenacht neben den Autos seiner Rennfahrerkarriere sogar übernachten um ihnen nah zu sein.   

Im nächsten Jahr findet die Retro Classic von 22. bis 25. März auf der Stuttgarter Messe nahe dem Flughafen statt. Ein Termin, der sich allemal lohnt, ihn wahr zu nehmen.  

Text & Fotos:  Eberhard und Dirk Strähle

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