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Mercedes-Highlights auf der Techno Classica

Über 30 Rennwagen aus 120 Jahren Motorsport

Mit über 30 Rennwagen aus 120 Jahren Motorsportgeschichte war Mercedes auf der diesjährigen Techno Classica vertreten war – ein Highlight. Vor allem für Motor-sportfan Klaus Ridder, der viele der Rennwagen im aktiven Einsatz erlebt hatte.

120 Jahre Motorsportgeschichte von Mercedes bilden eine Zeitlinie einzigartiger Siege, die seit 1894 auch stets für herausragende Innovationen in der Rennsporttechnik stehen. Mercedes-Benz Classic hatte zahlreiche Fahrzeuge mit nach Essen gebracht, so den über 110 Jahre alten Mercedes-Simplex – aber auch die Grand-Prix-Rennwagen der letzten Saison 2013. Die Classic-Abteilung zeigte komplett originale Wettbewerbsfahrzeuge aus 12 Jahrzehnten – ob Grand-Prix-Rennen, Rallyes oder Sportwagenrennen oder DTM, bis zum Truck-Racing und zu Geschwindigkeitsrekordfahrzeugen reichte die Spannweite der Ausstellungsstücke auf der Techno Classica 2014.

Zu sehen gab es legendäre Silberpfeile der Reihe W25, W125, W154 sowie W165 aus den 1930er Jahren sowie W196R von 1954 und 1955 sowie u.a. der Siegerwagen des Teams Penske-Mercedes der 500 Meilen von Indianapolis des Jahres 1994. Neue Silber-pfeile von McLaren Mercedes und Mercedes-AMG Petronas waren ebenso vor Ort. Vom erfolgreichen Wiedereinstieg in den Motorsport nach dem 2. Weltkrieg erzählten die Mo-delle vom Typ 300 SL (W194) von 1952 und 300 SLR (W196S) von 1955. Auch ein Grup-pe-C-Rennsportwagen Sauber Mercedes S9 von 1998 war zu sehen.

Für Schnelligkeit einer ganz anderen Dimension stand ein Rekordwagen, der Mitte der 1930er Jahre auf Basis des Grand-Prix-Rennwagens W25 aufgebaut wurde und mit Ru-dolf Caracciola Geschwindigkeitsweltrekorde auf der Autobahn bei Frankfurt erzielte.

Blauwale
Daneben gab es auch andere Erinnerungen: Die Rennmaschine von NSU von 1953 bis 1955 erweckte mein Interesse für den Motorsport. Damals auf dem Dreieckskurs in Han-noverschen Stadtwald Eilenriede. Man nannte die Rennmaschinen „Blauwale“, die Voll-verkleidung war blau und hatte Lufteintritt-Hutzen, die an Wale erinnerten. Welch eine Freude, nach 60 Jahren mal wieder die „Blauwale“ im Original zu sehen.

Kunst und schöne Bilder
Conny Constantin hatte wieder wunderschöne Bilder aus der Motorsporthistorie mit nach Essen gebracht. Mit einem Bild konnte er nichts anfangen. Kein Problem für mich: Großer Preis von Deutschland 1957, das wohl interessanteste Rennen von J.M. Fangio. Streckenabschnitt Hatzenbach. Nach dem Boxenstopp von Fangio führte Mike Hawthorn im Streckenabschnitt Hatzenbach, Fangio hatte kurz vorher schon Peter Collins in der Nordkurve überholt und in Richtung Quiddelbacher Höhe war auch Mike Hawthorn an der Reihe. Das war das letzte Rennen, das Fangio gewann und es ist in die Geschichte eingegangen. Ich war dabei! Bernd Lehmann, ein weiterer Automobil-Maler, hatte das Motiv „100 Jahre Maserati“ in den Vordergrund gestellt, er malte vor Ort. Bewundernswert seine Mappe mit etwa 30 Motiven zum Thema Maserati (www.bernd-lehmann.de). Sehenswert übrigens ist allein schon das Werbeplakat, gemalt von Alfredo de la Maria. Im nächsten Jahr wird es ein Mercedes S sein aus dem Jahre 1929 zieren.

Klaus Ridder

  • Mercedes war mit einer großen Sonderausstellung vertreten, 30 Rennfahrzeuge aus 120 Jahren Motorsport wurden gezeigt, Foto: Ridder
  • Mit diesem Weltrekordwagen fuhr Rudolf Caracciola 1936 336 km/h auf der Autobahn bei Darmstadt. Foto: Ridder
  • Bernd Lehmann war aktiv, er malte vor den Besuchern, Foto: Ridder
  • J.M. Fangio, gemalt von Bernd Lehmann, Foto: Ridder
  • Wieder wunderschöne Bilder auf dem Stand von Conny Constantin, Foto: Ridder
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