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Im Zeichen der Burg

Die jüngste Neuerscheinung vom vermutlich meistgelesenen Buchautor in den Reihen des VdM beginnt mit einem Vorfall an der Schwelle des 20. Jahrhunderts. Seinerzeit residierte auf der Wartburg ein gewisser Major Hans Lukas von Cranach. Der Burghauptmann, Ordonnanzoffizier des Großherzogs Carl-Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach und Nachkomme der berühmten Malerfamilie aus Martin Luthers Epoche, blickte von seiner Burg mit Wohlgefallen auf die neue Automobilfertigung im Tal und lud die Erbauer mit ihren ersten Motorwagen auf seine Burg ein, um der Namensgebung Wartburg Referenz zu erweisen. Allerdings, so Ihling, waren die Steilpassagen hoch zur Burg mit den 3,5 bis 4 Pferdestärken allein nicht zu schaffen, sodass noch geschoben und gezogen wurde.

Mehr darüber und wie es weiterging, verrät der Autor in seinem neuesten Werk mit dem Titel „Im Zeichen der Burg – Automobile aus Eisenach“. Der großformatige Bildband, der auf 160 Seiten mit über 300 Abbildungen die Geschichte des Wartburg-Automobilbaus dokumentiert, ist im Buchhandel für 29,95 Euro erhältlich, ISBN 978-3-9813-1598-1. Neben den Automobilen werden auch die Wartburg-Fahrräder vom einfachen Tourenrad bis zum Bahnrenner gezeigt. Nicht fehlen dürfen Reminiszenzen an Rennfahrer und Rennwagen, ein Metier, das Ihling besonders vertraut ist. Im Jahr 2006 war er in Paris von der internationalen „Society of Automotive Historians“ (SAH) mit dem Cugnot Award für das beste „in nichtenglischer Sprache“ verfasste Autobuch des Jahres ausgezeichnet worden, Titel: „Autorennsport in der DDR“.

Erich Kupfer

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