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Daimler spendet dem Technischen Hilfswerk drei hochgeländegängige Unimog

Übergabe im Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum

So ganz einfach war es wohl nicht, die drei Unimog U 5023 für die Übergabe an das Technische Hilfswerk (THW) ins Mercedes-Benz-Museum hineinzubekommen. Die zwölf Tonnen schweren Fahrzeuge waren nicht nur eine ordentliche Gewichtsbelastung für die Tragfähigkeit des Bodens, sondern es musste zudem die Außenfassade geöffnet werden, um die Fahrzeuge ins Museums-Foyer zu bugsieren. So berichtete Daimler-Vorstand Dr. Wolfgang Bernhard bei der Übergabe der Fahrzeuge an Vertreter des THW am 8. Dezember: „Eine Organisation wie das Technische Hilfswerk braucht die bestmögliche Technik. Gerne unterstützen wir das THW dabei mit drei hochgeländegängigen Unimog. Diese Spende war uns ein großes Anliegen, denn für Daimler gehören unternehmerisches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar zusammen.“

Mit den drei Unimog löse Daimler ein nach der Flutkatastrophe von 2013 gegebenes Versprechen ein, sagt Dr. Bernhard. Damals hatte das Unternehmen die Spende beschlossen. Die THW-Landesorganisationen der drei am meisten von der Flutkatastrophe betroffenen Bundesländer Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt sollten die modernste Unimog-Version der neuen Euro-VI-Generationen erhalten. Die war erst  im September 2014 zur Nutzfahrzeug-IAA vorgestellt worden. Und so erhielt das THW drei der ersten Fahrzeuge, die im Daimler-Werk Wörth vom Band gelaufen waren.

Der Vorsitzende der THW-Stiftung, der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer, der die Unimog in Empfang nahm, berichtete, dass bei der Flutkatastrophe 2013 etwa 16.000 freiwillige und hauptamtliche Helfer des THW 1,6 Millionen Einsatzstunden geleistet haben. Für das THW sei die Spende der drei Unimog mit einem Listenpreis von über 800.000 Euro ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Die Stiftung werde die Fahrzeuge im Anschluss gleich an drei Ortsgruppen weitergeben, die sich bei der Flut besonders engagiert hatten. THW-Präsident Albrecht Broemme sagte: „Bei unseren Einsätzen müssen wir uns nicht nur auf das Know-how unserer Einsatzkräfte, sondern auch auf unsere Fahrzeuge verlassen können.“ Der Unimog sei dabei schon lange ein wichtiger Teil des THW-Alltags.

Die drei Unimog, lackiert in THW-Blau, werden bei den THW Fachgruppen Wasserschaden / Pumpen und Logistik eingesetzt und sind speziell für den Hochwasserschutz ausgerüstet. Mit seiner Bereifung 395/85 R 20 und seinen Portalachsen verfügen die Einsatzfahrzeuge über eine Watfähigkeit bis zu 1,20 Meter. Der verkürzte Pritschenaufbau misst 2,60 m Länge. Am Heck ist ein Atlas-Ladekran AT 96.2 aufgebaut, mit einer Reichweite von bis zu zehn Metern. Damit können beispielsweise Boote zu Wasser gelassen werden. Motorisiert sind die THW-Unimogs mit dem neuen BlueTec 6-Motor aus der Baureihen OM 934. Der Vierzylinder mit 5,1 Liter Hubraum leistet 170 kW (230 PS) und hat ein Drehmoment von 900 Nm bei 1.200 bis 1.600/min. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h.

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  • THW-Unimog im Mercedes-Benz-Museum, effektvoll in Szene gesetzt, Foto: so.
  • Dr. Wolfgang Bernhard, Daimler-Vorstand Truck and Bus, Foto: so
  • Symbolische Schlüsselübergabe: Daimler-Vorstand Dr. Wolfgang Bernhard, Stephan Mayer Vorsitzender der THW-Stiftung und Albrecht Broemme, Präsident des THW (von li), Foto: so
  • Drei Unimog für das THW ..., Foto: Daimler
  • ... hochgeländegängig ..., Foto: Daimler
  • ... mit 1,20 Meter Wattiefe ..., Foto: Daimler
  • ... ausgerüstet mit moderner Technik, Foto: Daimler
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