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Kia Stonic: Ein weiteres Steinchen im Kia-Gesamtmosaik

Fast könnte man meinen, dass die koreanischen Hersteller jede Marktlücke in der inzwischen schon ziemlich überfüllten Auto-modell-Welt vorausahnen. Kaum denkt ein europäischer Her-steller daran, seine Modellpalette um ein weiteres Zwischen-modell oder ein Derivat eines bestehenden gängigen Angebots zu erweitern, sind Hyundai und Kia bereits dabei, ein solches in Europa einzuführen.

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Kia Stonic - statisch präsentiert: Foto: Klempp

Jüngstes Beispiel ist der neue Stonic von Kia, schnell noch so der europäischen Welt präsentiert, dass er in allen Gazetten noch ausführlich vor der kommenden IAA beschrieben und ge-lobt werden kann.  Auch wenn Stonic eine Verniedlichungsform der englischen Form von „stone“ sein könnte, liegt der Vermu-tung nahe, dass es ein Edelsteinchen der unteren Mittelklasse und dort vor allem bei den sportliche Stadtautos, den SUVs also werden wird.

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... und umwuselt von europäoschgen Journalisten Foto: Klempp

Auch wenn die Kollegen Journalisten und Blogger den Stonic während der Präsentation in Amsterdam nur bestaunen, foto-grafieren und beschreiben durften, sieht man dem kleinen Kerl-chen an, da er sich seinen Weg durch die europäische Autowelt pflügen wird. Schnittige Form um viel Platz drinnen, mutige Farbgebung drumrum und fast perfekte Ausstattung in Sachen Sicherheit und Fahr- und Steh-Assistenz (hier insbesondere Notbrems- und die Einparkhilfen) provozieren Lorbeer schon im Voraus, Kritik kann später erfolgen, wenn das Auto nicht mehr nur angesehen, sondern auch gefahren werden kann. Oder auch nicht, weil der Stein einfach ins Kia-Mosaik paßt. Dort ist er ja auch gut aufgehoben, hat sich das Unternehmen doch zum Motto gemacht, dem Kunden größtmögliche Gegenleistung zum Preis zu liefern. Dass dies mutig umgesetzt werden, zitiert am besten der Pressetext des deutschen Importeurs zur Vor-stellung des Autos im Amsterdamer Hafen-Club: „Der Stonic  wurde vom europäischen Kia-Designzentrum in Frankfurt zu-sammen mit dem koreanischen Designstudio der Marke gestal-tet und ist eines der auffälligsten Modelle in der Kia-Palette. Das Design mit eindeutig europäischem Flair kombiniert schar-fe Linien und sanft geformte Oberflächen. Zugleich gibt sich der Stonic durch die typischen Merkmale wie den „Tigernasen“-Kühlergrill auf Anhieb als ein Kia zu erkennen. Da Käufern von Crossover-Fahrzeugen im B-Segment die Individualisierung ihres Fahrzeugs besonders wichtig ist, bietet der Stonic innen wie außen so viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten wie kein Kia zuvor. So wird er zum Beispiel mit Zweitonlackierun-gen in bis zu 20 verschiedenen Farbkombinationen erhältlich sein. Dabei ist das Dach farblich abgesetzt. Es ist im Stil eines herausnehmbaren Sportwagendachs gestaltet – in Anlehnung an die 2013 vorgestellte Studie Kia provo – und wird in fünf kontrastierenden Farben angeboten.“

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Auch der Innenraum ist zweifarbikg lackiert, Foto: Klempp

Erhältlich sein wird der Stonic voraussichtlich nach der IAA ab Ende September mit drei Benzin- oder zwei Dieselmotor-Ausstattungen zwischen 84 und 120 PS Leistung, mit Turboun-terstützung oder als Saugmotoren. Wie die neue Klein-SUV-Karosserie mit den aus dem Rio und dem Picanto bekannten Motoren harmoniert, lässt sich erst bei einer echten „Fahr-Vorstellung“ beurteilen, ein in einer Präsentationsfläche unter grellen Scheinwerfen stehendes Fahrzeug lässt sich nur optisch begrenzt beurteilen, auch wenn auf einer Außenfläche ein Mo-dell in anderer Farbe bei Tageslicht für Fotozwecke steht. Aber selbst da lassen sich nicht alle Eindrücke registrieren oder foto-grafieren, weil dort logischerweise alle Journalisten Europas hektisch durchein¬anderwuseln. Warten wir also ab, bis das Steinchen bei ersten Fahr-Möglichkeiten oder spätestens nach einer ausführlichen Eignungsprüfung in einem Fahrbericht gründlich beschrieben werden kann. Erst da stellt sich dann heraus, ob das“ Stonic“ genannte Steinchen ein Edelsteinchen werden kann für den koreanischen Autohersteller mit langer Tradition.

mpp (6/2017)

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Statische Präsentation für die Fotografen am Jachthafen Amsterdam, Foto: Klempp

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Präsentations-Show, Foto: Klempp

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