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Jeep Renegade: Kleiner Knuddel

Den Renegade Trailhawk habe ich bereits einmal gefahren; seine 170 PS geben dem Kleinen das bullige Aussehen eines echten Jeep, so wie der Teddybär von Margarete Steiff sich vom Braunbär aus den Weiten Kanadas unterscheidet. Selbst als kleinster aller Jeeps fühlt er sich hinter der jeeptypischen Front immer noch als Herr aller Ringe (bzw. der acht Grillstäbe) und kann mit seinen Mitbewerbern rundrum mithalten, egal, ob sie aus dem gleichen elterlichen Hause kommen oder japanischen oder koreanischen Ursprungs sind.

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Foto: mpp

Im jetzt gefahrenen Mini-Jeep Sondermodell zum 75. Geburtstag des Urjeeps leistet der Diesel auch mit Turbo-Unterstützung nur 140 PS und lässt da die Kraft der Turbopower nicht so recht spüren. Auch wenn die schwächere Leistung immer noch ausreichend Durchzugskraft und Antrieb auf alle vier Räder und auch noch ausreichend Platz auf kleinstem Raum bietet. Und natürlich mit seiner rundlich knuffigen Form, die eben grade mal die Technik abdeckt, auch noch fast wie ein echter Willys aussieht. Und weil er so niedlich ist wie ein kuscheliger Teddybär, beschert er Jeep auch in Deutschland reichlich Zulassungsanteil.

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Foto: mpp

Dieser knuffige kleine Renegade würde sich bestimmt wie  sein Ahnherr schon vom Aussehen her am liebsten in Schlammlöcher und Bachbetten stürzen. Nachdem es die aber derzeit kaum gibt im Odenwald, waren Waldwege und Schotterstraßen steil bergauf, bergab die Wahl der Testuntergründe, über die der kleine jedoch meisterhaft kletterte und fetzte und auf glattem Asphalt besonders die kurzen, windenden Kurven der Zotzenbach und Eichenbühl-Bergrennstrecken liebte. Obwohl ich an diesen schnellen Kurven die zupackende Doppelkupplung und die 30 PS mehr des Trailhawk vermisste. Und im Vergleich zum Vetter aus der 500er-Baureihe, insbesondere dem Abarth, merkt man im Renegade den Geländewagen spürbar.

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Foto: mpp

Innenausstattung, Komfort und Fahrerassistenz des Renegades entsprechen dem heutigen Standard; zur Serienausstattung hat Jeep dem Testwagen als Zusatzausstattung ein schwarz lackiertes Dach sowie das Technologie-Paket mit Totwinkel- und Parkassistenten sowie die Rückfahrkamera und Parkview dazugegeben und das Sichtpaket mit Bi-Xenon-Licht und Fernlichtautomatik. Ein Manko ist der etwas zu klein geratene Kofferraum, der eben mal zwei Getränkekästen fasst. Schön wären elektrisch verstellbare Sitze gewesen. Aber ein Willys-Nachfahre muß eben als harter Kerl genommen werden, auch wenn er zum Knuddeln aussieht.

mpp

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Foto: mpp

Die wichtigsten Daten des Jeep Renegade Multijet 2,0 l AWD 140 PS
Sondermodell „75th Anniversary“


  • Länge/Breite/Höhe 4.255/1697/1.805/1.697* mm *) ohne Spiegel
  • Radstand  2.570 mm
  • Leergewicht 1.605 kg
  • Zuladung 475 kg
  • Kofferraum  351 l
  • Viertakt-4-Zyl-Dieselmotor mit Commonrail-Direkteinspritzung
  • und variablem Turbolader
  • Hubraum  1956 ccm
  • Leistung kW/PS 103/140 bei 3.750 U/min,
  • maximales Drehmoment 350 Nm bei  1.750 U/min
  • Beschleunigung auf 100 km 10,0 Sekunden
  • Vmax 182 km/h
  • EU-Normverbrauch im Mittel 5,8 l, Testverbrauch 7,6 l
  • Tankinhalt 48 l,
  • Abgasnorm Euro 6,
  • CO2 Ausstoß: 154 g/km, Effizienz-Klasse C

 
Basispreis des Testwagens: 34.975 €
Preis des Testwagens mit Sonderausstattung: 37.635€

Stand 04/2017

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