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Starker Auftritt: Mazdas Crossover-SUV CX-7

Schlicht Geländewagen hießen die wuchtigen Pkw-Ungetüme früher, die sich heute im beliebten SUV-Segment tummeln. Ehrlicherweise muss man zugestehen, dass hier der englische Begriff Sport Utility Vehicle zutreffender ist, denn kaum jemand nutzt die modernen SUVs abseits der Straße im Gelände. Geschätzt werden sie vielmehr wegen ihres starken Auftritts und weil sie den Insassen Sicherheit mit sehr gutem Überblick vermitteln, nach dem Motto „My car is my castle“. Inzwischen gibt es kaum einen Pkw-Hersteller, der keinen SUV im Programm hat. Entsprechend groß ist die Palette der bulligen, oft kantigen SUV-Typen auf unseren Straßen.

Bei Mazda heißt das entsprechende Modell CX-7 und das hebt sich wohltuend aus der Konkurrenz  heraus. Denn die Mazda-Designer haben dem CX-7 ein ausgesprochen gefälliges , dynamisches Karosseriedesign mit gegeben, das mit dem Facelift in der aktuellen Version noch verfeinert wurde.  Mit der Modellpflege erhielt der Mazda-SUV überdies einen neuen 2,2 Liter-Dieselmotor, der den bislang lieferbaren Benziner in der Käufergunst inzwischen deutlich verdrängt hat.

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Foto: Mazda

Unser Testwagen kam mit der Top-Ausstattung Exclusive-Line, die kaum Wünsche offen lässt. Lederausstattung und elektrische Sitzverstellung vorn, gehören dann genauso dazu wie Bose-Soundsystem, Xenon-Licht, 10-Zoll-Leichtmetallräder und schlüsselloses Zugangs- und Startsystem. Zum Preis von 36.890 Euro kamen noch 1.300 Euro für das Navigationssystem und die Metalliclackierung. Damit ist der Mazda CX-7 sicher kein Schnäppchen, aber die 38.190 Euro Endpreis des Testwagens markieren doch ein sehr ordentliches Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Leistung des Common-Rail-Diesels kann sich in der Tat sehen lassen. 173 PS und 400 Nm Drehmoment bringen den fast zwei Tonnen schweren CX-7 erstaunlich flott auf Touren. Am Ende kratzt er gerade an der 200 km/-Marke. Dabei hat man nicht das Gefühl in einem hochbeinigen SUV zu sitzen. Das straffe Fahrwerk hält den CX-7 auch in schnellen Autobahnkurven sicher in der Spur und ist dabei komfortabel auch für lange Strecken. Trotz des hohen Schwerpunktes bleibt die Karosserie zudem ohne Nicken und Wanken immer aufrecht. So macht der bullige Mazda auch auf engen Landstraßen ebenso viel Spaß. Dabei unterstützt das „Active Torque Split“ genannte Allradsystem den Fahrer. Das heißt, im Normalfall wird der CX-7 von den Vorderrädern angetrieben. Je nach Fahrbahnzustand und Fahrsituation wird bis zu 50 Prozent der Antriebskraft auf die Hinterachse verteilt.

Zur sportlichen Fahrweise, die mit dem großen Mazda durchaus möglich ist, passt das gut abgestufte Sechsgang-Getriebe. Der Diesel unter der Motorhaube erlaubt aber auch das schaltfaule Cruisen und das Beschleunigen aus dem Drehzahlkeller. Ein Automatikgetriebe haben wir daher nicht wirklich vermisst.

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Foto: Mazda

Wenn so viel Gewicht zu bewegen ist, dann muss sich das doch negativ im Verbrauch niederschlagen. Aber auch in dieser Disziplin kann der CX-7 punkten. Im kombinierten Betrieb gibt Mazda den Durchschnittsverbrauch mit 7,5 Liter/100 km an, ein Wert den wir bei einer entspannten Autobahnfahrt mit 7,8 Lite auch im Alltagsbetreib fast erreichten. Unser Gesamtdurchschnitt mit viel Stadtverkehr und einer längeren schnellen Autobahnfahrt lag dann bei 9,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer, was durchaus akzeptabel ist. Das überarbeitete 2,2-Liter-Dieselaggragt erfüllt die Euro-5-Norm, was Mazda unter anderem durch den Einsatz des AdBlue-Verfahrens zur Abgasreinigung erreicht. Dabei wird eine Harnstofflösung in den Abgasstrom gespritzt, wodurch schädliche Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Sauerstoff umgewandelt werden. Der AdBlue-Tank fast 15 Liter und die reichen für rund 20.000 Kilometer. Im Normalfall wird der Tank im Rahmen eines normalen Service aufgefüllt.

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Foto: Mazda

Fahrer und Mitfahrer genießen natürlich auch im CX-7 den SUV-typischen guten Überblick auf Verkehrsgeschehen und Landschaft. Die Sitze sind bequem und vorne auch gut verstellbar. Entspanntes Fahren auch auf längeren Strecken ist damit gesichert. Etwas verwirrend ist dagegen zunächst die Bedienung von Radio, Klimaanlage, Freisprecheinrichtung und Navigationssystem. Bei den zahllosen Knöpfen und Schaltern an der Bedienkonsole und auch am Lenkrad verliert man schnell den Überblick. Hier braucht es wohl eine etwas längere Eingewöhnungsphase bis alle Bedienelemente immer sicher und schnell gefunden werden.
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Foto: Mazda

Die wichtigsten Daten

Mazda CX-7 Exclusive-Line 2.2 L

  • Länge x Breite x Höhe: 4.700 x 1.870 x 1.645 mm
  • Radstand: 2.750 mm
  • Leergewicht: 1.875 kg
  • Zuladung: 630 kg
  • Kofferraum: 455 l
  • Vierzylinder-Reihen-Dieselmotor, 2.2 l MZR-CD, Turbolader mit variabler Turbinengeometrie, Ladeluftkühlung, Ausgleichswelleneinheit
  • Hubraum 2.184 ccm
  • Leistung: 127 kW / 173 PS bei 3.500 U/min
  • Max. Drehmoment: 400 Nm bei 2.000 U/min
  • Getriebe: mechanisches Sechsgang-Getriebe
  • Antrieb: Allradantrieb mit schlupfunabhängiger aktiver Drehmomentverteilung
  • Beschleunigung auf 100: 11,3 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
  • EU-Normverbrauch im Mittel 7,5 l , Testverbrauch 9,3 l
  • Tankinhalt: 69 l
  • Abgasnorm Euro 5,
  • CO2 Ausstoß: 199 g/km

Basispreis Mazda CX-7 Prime-Line 2.2 L: 31.590 Euro
Preis Mazda CX-7 Exclusive-Line 2.2 L: 36.890 Euro
Testwagenpreis inkl. Sonderausstattung: 38.190 Euro

Stand 03/2012

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