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Opel astrein

Der Lastesel Kadett CaraVan und bis in die dritte Generation auch sein Nachfolger Astra CaraVan hat sich mit dem neuesten Astra Sportstourer gewandelt in einen Lifestyle-Kombi mit schräger Kombiklappe und einge-schränktem Handwerkervolumen. Dafür wurde das Freizeitelement betont, der Fahrradhalter, das überaus großvolumige Gepäckraum-Angebot, der Platz für Hund (klein bis mittel), Katze, Maus…. Und natürlich für den Kinderwagen.

Ausgestattet mit einem mittleren Diesel verfügt der Astra Sportstourer über ein völlig ausreichendes Leistungsangebot, das ihn im unbeladenen Zustand locker über 200 km/h spurten und auch bei Vollbeladung noch flott mithalten läßt. Für den Familienvater genauso goldrichtig wie für den Freizeitsportler und den hin und wieder vor dem Baumarkt oder dem unmöglichen Möbelhaus  parkenden Kunden (Namen nenne ich erst nach dem ersten Inserat oder Banner in den VdM-Medien).

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Foto: Opel

Der Astra fährt sich leichtgängig, die Schaltung ist opel-gewohnt butterweich und das Auto an sich so, wie man es von Otto-Normal-Pkws gewohnt ist. Reinsetzen, anlassen, losfahren. Mehr braucht man nicht. Wenn da nicht das Flugzeug-Cockpit wäre. Auch wenn man die Schalter alle nur einzeln und geschweige denn ständig oder gar während der Fahrt braucht, sind sie eben da und machen neugierig. Muss man eigentlich nicht erwähnen, dass sie nur im Stand ausprobiert werden sollen, weil sonst die Verkehrssicherheit mächtig darunter leidet. Hat man aber die drei, vier Schalterpositionen mal intus, findet man sie auch bei Nacht und abgedimmter Instrumentenbeleuchtung. Wobei die Abdimmung schon allein deshalb vorteilhaft ist, um den hellen Bildschirm des Navis abblenden zu können.

Aber insgesamt ist auch der Sportstourer des „kleinen Insignia“ nach wie vor einer derjenigen Opels, wie man sich als eingeschworener Kadett- und Astrafah-rer einen Opel vorstellt, der nach der Hosenträger-Ära gebaut wurde: Praktisch, flott, sparsam und handlich. Wenn auch das schräge Kombiheck die Sicht nach hinten ein wenig mehr beeinträchtigt wie die elend langen Heckseitenfenster der Vorgänger. Und trotz des sportlichen Schrägtrimms der Heckklappe läßt sich noch allerhand im Sportstourer unterbringen. Bis hin zur längsten Billy-Regalwange, wenn man den Beifahrersitz dafür zur Ladefläche abklappt. Da kommt dann doch wieder die ursprünglich von Opel geschaffene und dann zum Tempo-Taschentuch der Kombis gewordene Bezeichnung CaraVan durch. Die ja nichts anderes bedeutet als „Auto und Lieferwagen gleichzeitig“.

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Foto: Opel

Der gefahrene „mittlere Diesel“ bringt immerhin schon 130 PS mit und verbraucht nach der Norm grade mal 4,4, im täglichen Fahrbetrieb immer noch max. um die sechs Liter Diesel. Das macht ihn vom Verbrauch gleichwertig mit manchen um Klassen leistungsstärkeren Hybriden, die ihren elektrischen Hilfsmotor hauptsächlich dazu nutzen, den Normverbrauch reduzieren zu können, weil der ja genau konstruiert gefahren werden muss, was im täglichen Gebrauch nicht möglich ist. Und was die Beschleunigung und die in Deutschland götzenhaft verehrte Höchstgeschwindigkeit betrifft, kann der Astra Sportstourer gut in der 1600er-Klasse mithalten, auch wenn sowohl der Beschleunigungs- als auch der Topspeed-Wert bei unseren vollen Straßen und Autobahnen so irrelevant ist wie sonst was.

mpp

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Foto: Opel

Die wichtigsten Daten

Opel Astra Sportstourer 1,7 CDTI ecoflex

  • Länge/Breite/Höhe 4.698 / 1.814*/ 1.535  mm *) mit Spiegel 2.013
  • Radstand 2.685 mm
  • Leergewicht 1.960 kg
  • Zuladung 504 kg
  • Kofferraum 500 - 1.550  l
  • Vierzylinder-Reihendiesel mit Turboaufladung
  • Leistung kW/PS 96 /130 bei 4.000 U/min 
  • max. Drehmoment 300 Nm bei 2.000-2.500 U/min
  • Beschleunigung auf 100 km/h 11,4 Sekunden
  • Vmax 194 km/h
  • EU-Norm im Mittel 4,4 l
  • Testverbrauch 5,9 l
  • Tankinhalt 56 l
  • Abgasnorm Euro 5
  • CO2 Ausstoß: 104 g/km – in der emissionsreduzierten Version 99 g/km

 
Preis der Basis-Ausführung des Opel Astra Sportstourer 1,7 CDTI ecoflex:  27.590 Euro

Stand 1/2012

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