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Best of Best – der neue CLS

Eben ist er „Best of Best“ geworden, der neue CLS. Für sein Aussehen gab ihm die Jury die Bestnote des Jahres. War schon die Erstauflage des CLS ein markantes  Coupé mit vier Türen und Begründer einer ganz neuen Fahrzeugkategorie mit inzwischen vielen Nachahmern, so wirkt der neue noch mehr coupéhaft mit seiner Wagener-Nase. Sie ist das Gegenteil der legendären häßlichen Knudsen-Nase der sechziger Jahre bei Ford, die entsprechend auch nicht wie bei Mercedes zur Eleganz der Fahrzeuge beitrug.  Dem CLS jedoch steht die Nase gut, sorgt für Auf- und Ansehen und wirkt nicht nur das Coupé streckend, sondern wie eine Anleihe an die Visionen der Mercedesse der nächsten Jahre/Jahrzehnte. Kein Wunder, kommen die doch auch aus der so stilsicheren Hand des Mercedes Chefdesigners Gordon Wagener.

Ansonsten ist der CLS zwar vom Format und Statement her eine S-Klasse, die Technik jedoch stammt zumindest unten rum von der neuen E-Klasse. Und die ist ja schon mehr noch als die Vorgänger es waren, eine kleine „S-Klasse“. Wobei „klein“  seit dem Modellwechsel schon nicht mehr stimmt.

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Foto: Mercedes

Tatsächlich sitzt man in diesem neuen E hinten so kommod wie im letzten S; im neuen bin ich noch nicht gesessen, weder hinten noch vorn.

Im Gegensatz zum neuen E, der ein bisschen kantiger geworden ist, wirkt der CLS mit abgerundeten Kanten und einer weichen Linienführung schwungvoller und viel eleganter. Dass er auch ein wenig zugelegt hat, sieht man ihm kaum an, lässt ihn aber schnittiger aussehen wie seinen Vorgänger. Im wahrsten Sinne des Wortes zumindest von außen ein ausgesprochen wohlproportioniertes Gefährt. Innen ist er das auch; von edler Eleganz und natürlich mit allem Komfort. Einziges, aber verzeihbares Manko ist der erschwerte Einstieg auf die Rücksitze. Das hat aber nun mal die Coupéform so an sich. Dafür sitzt man, ist man auf den Fondsitzen angelangt superbequem und wünscht sich nur noch einen Butler, der den Schampus anreicht.

Wie bei einem Mercedes-Benz gewohnt, strotzt der CLS  technisch vor Assistenten aller Art. Besonders hilfreich für die Verkehrssicherheit ist dabei der Spurhalte-Assistent, der bei gefährlichen Manövern am Lenkrad wackelt. Sehr verkehrssicherheits-effektiv ist die Kaffeetasse, die zu Fahrpausen mahnt..

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Foto: Mercedes

Die Motorleistung des 350 CDI (wo gab’s denn früher sowas: ein Coupe – oder in anderen Klassen sogar ein Cabrio -- mit Anspruch an Sportlichkeit mit einem Dieselmotor!) ist jeder Beschreibung erhaben;  die Fahreigenschaften sind so überwältigend, dass man nichts mehr sagen kann. Außer: mit dem CLS lässt sich’s auch amerikanisch cruisen, bequem, entspannt und immer wissend, dass man dem Wumm hat, gefährlichen Situationen zu enteilen.

Kräftig ist der Antritt des 350 CDI, was seinem enormen Drehmoment zuzuschreiben ist, das eben nur durch die Dieseltechnik erreicht wird. Oder durch noch mehr Hubraum. Ebenso überzeugend die Elastizität des Motors und die Spitzenleistung mit einer Geschwindigkeit, die auf Deutschlands Straßen ohnehin nie und auf Autobahnen höchst selten ausgefahren werden kann.

Der CLS ist eine gelungene Mischung aus sportlicher Anmutung und bequemst komfortabler Mobilität.
mpp

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Foto: Mercedes

Die wichtigsten Daten

Mercedes-Benz CLS 350 CDI BlueEfficiency

  • Leergewicht 1.815 kg
  • Zuladung 485 kg
  • Kofferraum  520 l
  • Viertakt-V6-Dieselmotor mit Commonrail-Direkteinspritzung und Blue Efficiency Technik
  • Hubraum  2.987 ccm
  • Leistung kW/Umin 195 bei 3.800
  • maximales Drehmoment  620 Nm bei  1.600-2.400 U/min
  • Beschleunigung auf 100 km in 6,2  Sekunden
  • Vmax 250 km/h
  • EU-Normverbrauch im Mittel 6,1 l , Testverbrauch 7, 8 l
  • Tankinhalt 80 l,
  • Abgasnorm Euro 6,
  • CO2 Ausstoß: 160 g/km

 
Preis der Basis-Ausführung des Testwagens: 63.427,00 Euro
Preis der sonderausgestatteten TW-Ausführung: ca. 91.000 Euro

Stand: 8/2011

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