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Der Edel-Kombi: Mercedes C250 T-Modell

Deutsche Autofahrer lieben Kombis. Ob VW Passat, Dreier BMW oder Audi A4, bei uns werden von den jeweiligen Typen mehr Kombivarianten verkauft als Stufenhecklimousinen – auch wenn die mal Variant, Touring oder Avant heißen. Beim Mercedes Volumen-Modell, der C-Klasse, ist das nicht anders. Etwa zwei Drittel der Verkäufe entfallen auf das T-Modell, so die Mercedes-Bezeichnung für den Kombi. Die Autofahrer schätzen den großzügigen, variablen Stauraum der Kombis für den Großeinkauf, das Hobby oder die Urlaubsreise mit der ganzen Familie – und der neue Kühlschrank passt auch hinein. Das Image des Handwerkerautos haben die Kombis schon lange abgelegt und so stehen die Kombis den Limousinen auch in Punkto Komfort und Ausstattung in  nichts nach.

Für den aktuellen Kombi der Mercedes C-Klasse gilt das in besonderem Maße. Das T-Modell gehört zweifellos zu den Luxusvertretern seiner Klasse. Mercedes bezeichnet das T-Modell dann auch zu Recht als „vielseitiges Lifestyle-Fahrzeug“.  Die vierte Generation des C-Klasse Kombi, die seit September 2014 bei den Händlern steht, fällt auf mit ansprechendem, sportlichen Design. Der positive optische Eindruck setzt sich im Innenraum fort: edle Materialien, zeitloses Design ohne „Schnickschnack“ und gute Verarbeitung. Unser Top ausgestatteter Testwagen, ein C250 T-Modell, setzte mit Leder und vielen zusätzlichen Ausstattungsdetails noch eins drauf. Der Grundpreis für den schon in der Basisausstattung recht ordentlich ausgestatteten Kombi lässt sich damit locker um 50 Prozent erhöhen.

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Foto: Mercedes

Im Vergleich zum Vorgängermodell hat das T-Modell der C-Klasse dem allgemeinen Trend folgend in allen Abmessungen zugelegt: 80 Millimeter mehr Radstand, 96 Millimeter länger, 40 Millimeter breiter. Das macht sich vor allem auf der Rücksitzbank bemerkbar, wo Erwachsene auch auf längeren Strecken gut Platz finden. Das Ladevolumen hinter den Rücksitzen erhöhte sich um fünf Liter auf 490 Liter. Das ist kein Spitzenwert in der Fahrzeugklasse, aber in den meisten Fällen sicher ausreichend. Zumal Mercedes in Punkto Variabilität einen Schritt weiter gegangen ist. Die Rücksitzbank lässt sich dreifach teilen, im Verhältnis 40 : 20 : 40.

Ausgesprochen gut motorisiert ist der C 250 mit seinem Vierzylinder-Benzinmotor mit Direkteinspritzung, aus der bei Mercedes „BlueDIRECT“ genannten Reihe.  Der Zweilitermotor leistet 155 kW/211 PS und hat ein Nenndrehmoment von 350 Newtonmeter über fast den gesamten Drehzahlbereich. Den Sprint auf 100 km/h schafft die C-Klasse damit in 6,8 Sekunden.  Das reicht auch für eine sportliche ambitionierte Fahrweise. Welche Fahrweise der Fahrer bevorzugt kann im Übrigen individuell gewählt werden. Vier Fahrprogramme von Komfort über Eco bis zu Sport und Sport + stehen zur Verfügung. Wer mag, kann die Konfiguration zudem individuell anpassen. Beeinflusst werden dabei Gasannahme, die geschwindigkeitsabhängige Lenkung, die Schaltpunkte des Automatikhegetriebes und das Fahrwerk. Vor allem das Sport + -Programm macht aus der C-Klasse einen sportlichen „Kurvenräuber“ mit knackigem Fahrwerk und sehr direkter sportlicher Gasannahme. Das serienmäßige sechsstufige Automatikgetriebe passt dazu. Ungewöhnlich: Mercedes hat den Automatik-Wählhebel  ans Lenkrad verlegt. Die Mittelkonsole ist damit durchgängig und frei. Mit Schaltpaddeln hinter dem Lenkrad lässt sich das Getriebe auch manuell schalten.

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Foto: Mercedes

Außergewöhnlich ist das Angebot an Assistenzsystemen, die Mercedes in der C-Klasse bietet. Früher waren die klugen Helferlein ja eher im Verborgenen aktiv. Viele Autofahrer haben noch nie einen ABS- oder gar einen ESP-Eingriff bemerkt, wohl auch weil sie noch nie in eine entsprechend kritische Situation gekommen sind. Die aktuellen Assistenzsysteme dagegen stehen oft im Vordergrund und schaffen nicht nur Sicherheit, sondern erleichtern zum Teil auch die Arbeit am Lenkrad. Serienmäßig ist die C-Klasse mit dem Attention Assist ausgerüstet. Die blinkende Kaffeetasse im Armaturenbrett rät dem zunehmend müder werdenden Fahrer auf längeren Strecken eine Pause einzulegen. Ebenfalls serienmäßig ist der sogenannte Collision Prevention Assist Plus – eines der wohl sinnvollsten Systeme aus der Reihe der aktuellen Assistenten. Das System warnt nicht nur vor einem drohenden Auffahrunfall optisch und akustisch, sondern bremst auch autonom ab, wenn der Fahrer trotz Warnung nicht oder unzureichend reagiert – und das im Geschwindigkeitsbereich von 7 bis 100 km/h. Wird die Zusatzoption Distronic Plus dazu geordert, bremst das System sogar aus Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h ab.

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Foto: Mercedes

Mit Distronic Plus wird der gute alte Tempomat zu einer wirklich nutzbaren Einrichtung auch im dichteren Verkehr. Denn das System, eingestellt auf eine Höchstgeschwindigkeit, bremst automatisch ab, wenn ein Vorausfahrender langsamer fährt und beschleunigt auf die eingestellte Geschwindigkeit, wenn die Strecke wieder frei ist oder der Fahrer überholt. Und das funktioniert selbst im Stop-and-Go-Verkehr. Damit nicht genug, die Lister der allerdings aufpreispflichtigen Assistenten enthält für die C-Klasse praktisch alles, was derzeit verfügbar ist. Ein deutliches Plus an Sicherheit bietet etwa der Kreuzungsassistent, ebenfalls mit automatischer Bremsfunktion, die sogar auf querende Fußgänger reagiert. Es gibt den Totwinkel- und den Spurhalteassistenten, den Verkehrszeichenassistenten, der die Zeichen am Straßenrand einliest, oder den Fernlichtassistenten, der ein Abblenden bei Gegenverkehr überflüssig macht und Nachtfahrten auf Landstraßen deutlich erleichtert. Mit vielen weiteren mehr oder weniger erkennbaren Maßnahmen zur aktiven und passiven Sicherheit ist das Sicherheit auf S-Klasse Niveau.

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Foto: Mercedes

Neue Wege geht Mercedes auch beim Bedienkonzept des Multimedia- und Navigationssystems. Ein neuartiges Eingabemodul in der Mittelkonsole erlaubt die Bedienung mit Wisch- und Fingergesten, wie bei Smartphones und Tablets üblich. Mit seiner ergonomischen Form, ohne Kanten und mit vielen Rundungen ist das Touchpad genannte Eingabemodul ein echter Handschmeichler, auf dem man seine rechte Hand eigentlich immer liegen haben möchte. Die Bedienung geht nach kurzer Lernphase und etwas Übung tatsächlich sehr intuitiv.

Insgesamt ist das Mercedes C-Klasse T-Modell ein Kombi der in Punkto Sicherheit, Komfort und Luxus keine Wünsche offen lässt. Schon die Basisausstattung ist umfangreich, mit der umfangreichen Liste an Zusatzausstattungen ist nach oben hin (fast) alles möglich – ein Edel-Kombi eben.

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Foto: Mercedes

Die wichtigsten Daten des Mercedes C 250 T-Modell

    • Länge/Breite/Höhe: 4.702/1.810*/1.457 mm  *) ohne Spiegel
    • Radstand: 2.840 mm
    • Leergewicht: 1.545 kg
    • Zuladung: 575 kg
    • Kofferraum:  490 - 1.510 l
    • 4-Zylinder-Reihenbenzinmotor
    • Hubraum:  1.991 ccm
    • Leistung: 155 kW/211 PS bei 5.500 U/min,
    • Nenndrehmoment: 350 Nm bei  1.200-4.000 U/min
    • Beschleunigung auf 100 km/h: 6,8 Sekunden
    • Vmax: 244 km/h
    • Heckantrieb
    • 7G-Tronic Plus
    • EU-Normverbrauch im Mittel: 5,8 l , Testverbrauch 9,5 l
    • Tankinhalt: 66 l,
    • Abgasnorm: Euro 6,
    • CO2 Ausstoß: 1305 g/km

    Preis des Basis-Ausführung:  42.602,00 Euro

    Preis des komplett ausgestatteten Testwagens: gut 60.000,00 Euro

    Stand 12/2014

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